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Pflegeausbildung

Branche kämpft mit Nachwuchsproblemen

Zum bereits existierenden Fachkräftemangel in der Pflege kommt zusätzlich eine langsam prekärer werdende Situation in der Nachwuchsgewinnung.

Zum bereits existierenden Fachkräftemangel in der Pflege kommt zusätzlich eine langsam prekärer werdende Situation in der Nachwuchsgewinnung. Mittlerweile arbeiten etwa in Schleswig-Holstein deutlich weniger Pflegefachpersonen pro Bevölkerung als im Bundesdurchschnitt.

Arbeiten laut der aktuellen OECD-Gesundheitsstatistik (2018) deutschlandweit 12,9 Pflegefachpersonen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, so sind es im genannten Bundesland nur 9,35.

Zum Vergleich: Norwegen liegt mit 17,8 Pflegefachpersonen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner an der Spitze der OECD-Statistik, gefolgt von der Schweiz mit 17,2 Pflegenden.

Nur ein Viertel aller Pflegenden in Schleswig-Holstein jünger als 35 Jahre

Ein zusätzliches Problem: Die Pflege in Schleswig-Holstein ist überaltert. Knapp 40 % aller Pflegefachpersonen werden laut Pflegekammer im Land in den nächsten 10 bis 12 Jahren in Ruhestand gehen. Gleichzeitig sind mit 24 % nur knapp ein Viertel aller Pflegenden jünger als 35 Jahre.

"Die Gründe für den zunehmenden Fachkräftemangel liegen vor allem in der hohen Arbeitsbelastung der Pflegenden und in der begrenzten Handlungsautonomie", beschreibt die schleswig-holsteinische Pflegekammerpräsidentin Patricia Drube. "Der Pflegeberuf ist anspruchsvoll, sinnstiftend, interessant und vielseitig. Wir brauchen aber Arbeitsplätze, an denen Pflegende das auch ausleben können."

Allen Beteiligten sollte bewusst sein: Gute Arbeitsbedingungen seien heute absolut zentral, um Pflegende zu gewinnen und zu halten.

Weniger Pflegeabsolventinnen und -absolventen in Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz gibt es zunehmend weniger Absolventinnen und Absolventen in Pflegeberufen.

Im Jahr 2019 schlossen in Rheinland-Pfalz rund 1.700 junge Menschen eine Pflegeausbildung ab. Das waren 100 Absolventinnen und Absolventen oder 5,6 % weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems jetzt mitteilte.

Während vor allem die Absolventenzahl in der Gesundheits- und Krankenpflege von etwa 960 auf 840 und damit um rund 13 % abnahm, sank diese Zahl in der Altenpflege nur leicht um gut 1,1 % und hielt sich damit bei rund 700 Personen. In der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege legte die Absolventenzahl sogar um 30 Pflegende zu.

2018 und 2019 ist die Absolventenzahl in Rheinland-Pfalz insgesamt um 11 % gesunken.

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