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Ausländische Pflegefachpersonen

Neue Agentur und Positionspapier sollen Anwerbung verbessern

Professionell Pflegende aus dem Ausland einzustellen, soll einheitlicher und einfacher werden. Dazu gibt es 2 Ansätze.
Professionell Pflegende aus dem Ausland einzustellen, soll einheitlicher und einfacher werden. Dazu gibt es 2 Ansätze.

Professionell Pflegende aus dem Ausland einzustellen, soll einheitlicher und einfacher werden. Dazu gibt es 2 Ansätze:

  1. Bundesgesundheitsministerium (BMG) setzt auf neue Agentur
  2. Weltpflegeverband plädiert für Einhalten von Spielregeln

Mit Idee 1 sollen Krankenhäuser, Pflegedienste und -heime künftig ihren Pflegepersonalbedarf an die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) melden können.

Die DeFa kümmert sich um Anträge für Visa, Berufsanerkennung und Arbeitserlaubnis. Pflegekräfte aus dem Ausland sollen so binnen 6 Monaten in Deutschland arbeiten können und nicht wie bislang ein teilweise über 2 Jahre dauerndes Eingliederungsverfahren abwarten müssen.

Das Saarland hat die DeFa in enger Abstimmung mit BMG Anfang Oktober gegründet und damit einen Beschluss aus der Konzertierten Aktion Pflege umgesetzt. Für die nächsten 4 Jahre wird die Agentur mit 4,7 Mio. Euro aus Mitteln des Bundeshaushalts finanziert.

Aktuell bearbeitet die DeFa etwa 4.200 Anträge auf Vermittlung von Pflegenden.

"Deutschland braucht mehr Pflegekräfte. Den hohen Personalbedarf können wir ohne Pflegekräfte aus dem Ausland nicht decken. Deshalb erleichtern wir es ausländischen Fachkräften, die mit anpacken wollen und unsere Werte teilen, hier in der Pflege zu arbeiten", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Begründung der neu geschaffenen Agentur.

Der Weltpflegeverband International Council of Nurses (ICN) appellierte in einem zweiten Schritt angesichts des globalen Anwerbens von Pflegenden, sich an ethische Regeln zu orientieren und veröffentlichte das 7-seitige Positionspapier "Internationale Berufs-Mobilität und ethische Anwerbung von Pflegefachpersonen". Damit solle es gelingen, angeworbene Beschäftigte zu schützen und deren Herkunftsländer vor dramatischem "brain drain" zu bewahren.

Der ICN ruft die Regierungen aller Länder auf, Migration von Pflegefachpersonen zu beobachten, zu dokumentieren und sich an die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen Standards für ethisch einwandfreies internationales Rekrutieren zu halten.

"Es ist unabdingbar, dass alle Länder mehr einheimische professionell Pflegende ausbilden und ihnen Bedingungen bieten, die sie am Arbeitsplatz halten! Und dass sie für die Beschäftigung von Pflegefachpersonen aus anderen Ländern ethische Anwerbe-Praktiken implementieren", so der ICN weiter.

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