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DGP-Positionspapier zum "Sterbefasten"

Achtung des Patientenwillens ist zu respektieren

Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin nicht als Suizid zu werten.
Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin nicht als Suizid zu werten.

Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken (FVET) ist nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) nicht als Suizid zu werten – und einen solchen Patientenwunsch zu begleiten somit auch keine strafbare Handlung. In einem aktuellen Papier positioniert sich die DGP gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten erstmals zu diesem umgangssprachlich genannten Sterbefasten.

"Wenn ein schwerstkranker Mensch aus freiem Entschluss nicht mehr essen und trinken will, um sein Sterben zu beschleunigen, dann ist das zu respektieren", sagte DGP-Präsident Lukas Radbruch am Mittwoch in Berlin. Es sei keine strafbare Handlung, die selbstbestimmte Entscheidung einer unerträglich leidenden Palliativpatientin oder eines Palliativpatienten medizinisch zu begleiten. Vielmehr würde es den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllen, einen Menschen gegen seinen Willen zu ernähren.

Enge Begleitung und Informationen zum Verlauf wichtig

Eine solche Entscheidung sei allerdings für unmittelbar Beteiligte sehr schwer auszuhalten. Wichtig sei es deshalb, sowohl Angehörige als auch das Behandlungsteam während der Begleitung im Gespräch zu halten und umfassend zu unterstützen. Wesentlich sei, auf Anfrage Informationen zu FVET, zum zeitlichen Verlauf, zu möglichen Folgesymptomen, Komplikationen und deren Behandlungsoptionen zur Verfügung zu stellen. Außerdem könnten Fallkonferenzen oder ethische Fallbesprechungen helfen, wenn es Unsicherheiten im Team gebe.

"Als Gesellschaft sollten wir Rahmenbedingungen für alle zugänglich machen, damit Leid gelindert, Autonomie gewährt und Menschen in Würde sterben können", heißt es in der DGP-Mitteilung weiter.

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