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DBfK-Umfrage

Nur wenige Teilzeitkräfte wollen mehr arbeiten

Ein Großteil der in Teilzeit beschäftigten Pflegenden hierzulande will aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht in Vollzeit arbeiten.

Ein Großteil der in Teilzeit beschäftigten Pflegenden hierzulande will aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht in Vollzeit arbeiten. Nur jede achte Teilzeit-Pflegefachperson (12,5 %) kann sich laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) eine Aufstockung ihrer Arbeitszeit vorstellen. Für die Mehrheit (66 %) kommt das unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen nicht infrage. Hauptgrund: die zu hohe Belastung im Beruf.

Die Hoffnung, dass Teilzeitkräfte aus der Pflege helfen könnten, den Personalmangel zu reduzieren, indem sie ihre Arbeitszeit aufstocken, zerschlage sich damit, so der DBfK.

Allerdings: Die Umfrage zeige auch, dass sich die Pflegenden durchaus umstimmen ließen, wenn die "richtigen" Voraussetzungen geschaffen würden.

7 Bedingungen für ein Aufstocken

Die Pflegenden fordern von ihren Arbeitgebern, glaubwürdig und nachhaltig für folgende Bedingungen zu sorgen:

  • Mehr Kolleginnen und Kollegen
  • Verlässliche Dienstpläne
  • Kein Einspringen oder Holen aus dem Frei
  • Höhere Löhne
  • Gelebte Wertschätzung
  • Bessere Führung
  • Besseres Betriebsklima

Teilzeit habe es in der Pflege schon immer gegeben. Aber nicht in einem Ausmaß von gut 50 % und mehr wie aktuell. "Solange man im Pflegeberuf wegen der Arbeitsbelastung nur mit Arbeitszeitreduzierung eine Chance hat, mittelfristig gesund zu bleiben und ein zufriedenstellendes Privatleben gestalten zu können, werden junge Menschen darin keine Perspektive für sich erkennen können", schreibt der DBfK in den Ergebnissen zur Umfrage.

Es brauche weit mehr als "medienwirksame Auftritte des Bundesgesundheitsministers, mehr als oft nur halbherzige Angebote von Arbeitgebern und Führungskräften, mehr als ein im Laufschritt durchgedrücktes Gesetz zur ,Pflegepersonalstärkung'".

An der Befragung im Juni und Juli dieses Jahres haben knapp 2.000 beruflich Pflegende teilgenommen, davon 1.366 Beschäftigte in Teilzeit.

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