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Pflegepolitik

Ausbildungsallianz in Niedersachsen gestartet

Mit einer Ausbildungsallianz für den Pflegeberuf will ein Bündnis in Niedersachsen aus Kommunen und Verbänden den Bedarf an Nachwuchskräften sichern. Der Startschuss dafür ist in dieser Woche gefallen.

Dem neuen Verbund gehören unter anderem die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Krankenhausgesellschaft des Landes, die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände und Pflegeschulen an.

Bundesweit einmalige Allianz zur Stärkung der Pflegeausbildung

Die Präsidentin der Niedersächsischen Pflegekammer, Sandra Mehmecke, sprach am Montag von einer "bundesweit einmaligen Allianz zur Stärkung der Ausbildung von Pflegekräften". Es gehe darum, die Pflegeausbildung attraktiver zu machen.

Ab 2020 werden bundesweit in einer generalistischen Ausbildung alle Pflegenden in den ersten zwei Jahren gemeinsam geschult. Die Auszubildenden müssen sich nicht mehr frühzeitig festlegen, ob sie im Bereich der Altenpflege, der Gesundheits- und Kinderpflege oder in einem Krankenhaus arbeiten wollen.

Allianz ergänzt Vorgaben aus dem Pflegeberufegesetz

In Niedersachsen soll die Ausbildung über ein Umlageverfahren finanziert werden, an dem alle bisherigen Kostenträger und das Land beteiligt sind. "Es wird überall eine Ausbildungsvergütung geben, das wird alles aus einem Topf finanziert", sagte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann. "Darüber bin ich sehr froh, das ist nicht in allen Bundesländern der Fall." Die Ausbildungsallianz greife die mit dem bundesweiten Pflegeberufegesetz eingeleitete Aufwertung der Pflegeberufe auf und flankiere die Bestrebungen auf Landesebene.

"Unser gemeinsames Ziel, eine übergreifende, verlässliche und gemeinschaftliche Pflegeausbildung anzubieten, die kontinuierlich weiterentwickelt wird, wird durch die Ausbildungsallianz Niedersachsen erreichbar", fasst der Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Helge Engelke, zusammen. "Wir als Anbieter unternehmen damit aktiv etwas, um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken. Die Steigerung der Ausbildungsattraktivität gelingt aber nur, wenn die Kostenträger auch bereit sind den notwendigen Aufwand zu finanzieren."

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