In Brandenburg werden seit Montag repräsentativ ausgewählte Pflegende nach ihrer Meinung in Sachen Pflegekammer befragt. Die 15-minütigen Telefongespräche ergänzen die bereits seit Frühjahr laufende Online-Befragung der rund 54.000 Pflegenden im Land. Bis spätestens Anfang Oktober sollen so mehr als 2.000 Pflegefachpersonen und Auszubildende interviewt werden.
"Wir möchten mit den Beschäftigten in der Pflege eine ehrliche Diskussion über das Für und Wider führen", sagte die brandenburgische Gesundheitsministerin Diana Golze. Unter Pflegenden stoße das Thema auf großes Interesse, wie die lebhaften Diskussionen auf bisherigen Informationsveranstaltungen zeigten.
Das Gesundheitsministerium will die Ergebnisse der Befragung in einem Bericht veröffentlichen und diesen mit einer Empfehlung dem Landtag vorlegen. Das Parlament entscheidet dann letztlich, ob eine Pflegekammer im Land gegründet wird oder nicht.