Frauen sind längst noch nicht mit ihren männlichen Kollegen in der Arbeitswelt gleichgestellt. Hier sieht der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) noch "erheblichen Handlungsbedarf". Fortschritte diesbezüglich würden viel zu langsam erzielt, betonte der Verband anlässlich des heutigen Internationalen Frauentags.
Gerade typische Frauenberufe wie der Pflegeberuf seien gekennzeichnet durch niedriges Lohnniveau, belastende Arbeitsbedingungen, hohes Risiko der Altersarmut, geringe Aufstiegsmöglichkeiten und wenig Autonomie. Entscheidende Gremien und Positionen würden überproportional von Männern besetzt.
Geschlechtergleichheit und das Eintreten für die Rechte von Frauen blieben nach wie vor dringende Anliegen des DBfK. Politiker aller Ebenen forderte der Verband auf, entsprechende Anreize zu setzen und selbst mit gutem Beispiel voranzugehen.
Auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte, dass die Leistungen der Pflegenden nicht angemessen gewürdigt würden. "Wertschätzung drückt sich auch in einer angemessenen Bezahlung aus. Hier brauchen wir dringend ein Umdenken."
Allein in der Altenpflege sind 85 Prozent der Beschäftigten weiblich.