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Häusliche Pflege: Defizite in der Pflegeberatung

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Gesundheitsvorsorge kommt in der häuslichen Pflege offenbar oft zu kurz. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) mit über 1.000 Befragten über 50 Jahre. Nur 46 Prozent der Interviewten, die einen pflegebedürftigen Menschen zuhause versorgen oder dies getan haben, waren nach eigener Aussage von einem Pflegeberater oder Pflegedienst informiert worden, wie sie gesundheitlichen Problemen des Pflegebedürftigen vorbeugen können. Von dieser Gruppe setzte knapp ein Drittel (32 Prozent) die empfohlenen Maßnahmen nur teilweise oder gar nicht um. Gründe hierfür waren Zeitmangel (22 Prozent) oder Unsicherheit, wie der Pflegebedürftige richtig unterstützt werden könne (18 Prozent).

Auch um die gesundheitliche Prävention der pflegenden Angehörigen selbst ist es nicht besser bestellt. 73 Prozent der Befragten mit Pflegeerfahrung gaben an, keine Beratung zur Prävention in Fragen der eigenen Gesundheit erhalten zu haben. Jene, die die eine Beratung erhielten, empfanden es als teilweise schwierig oder gar nicht möglich, genannte Präventionshinweise umzusetzen. Als wichtigster Grund hierfür wurde fehlende Zeit genannt.

Um Zeit zu sparen oder weil Techniken nicht gelernt wurden, werde der Körper oft stärker beansprucht als nötig wäre, so die Studienverantwortlichen des ZQP. Aktivierend zu pflegen, könne zum Beispiel zur Schonung des Rückens des Pflegenden und gleichzeitig zur Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen beitragen. Deshalb müssten heute schon vorhandene Leistungen der Pflegeversicherung besser genutzt werden, wie kostenlose Beratungs- und Schulungsangebote. 

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