Den geringen Beschäftigungszuwachs in der Pflege hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) als enttäuschend bezeichnet. Es seien gerade nur so viele Stellen aufgebaut worden wie mit dem Pflegestellenförderprogramm finanzierbar gewesen sei, kritisierte der Verband am Mittwoch und bezog sich damit auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. "Es gibt scheinbar immer noch keine Einsicht bei den Trägern, dass die Pflegefachpersonen deutlich überlastet sind", heißt es in einer Stellungnahme des Verbands weiter. Das gehe zulasten der Versorgungsqualität und auf Kosten der Gesundheit und Motivation der Berufsangehörigen. Wenn dieser Teufelskreis nicht durchbrochen werde, sei zu erwarten, dass der Fachkräftemangel im Krankenhaus noch bedrohlichere Ausmaße annehme. Dabei könne mit besseren Arbeitsbedingungen und dem Abbau von Betten Personal gewonnen werden.
Es sei höchste Zeit für grundsätzliche Reformen. Die jetzt geplante Definition von Personaluntergrenzen sei dazu nur ein erster Schritt.