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Verdi bereitet Aktionen an Charité vor

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Die Gewerkschaft Verdi hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin dafür kritisiert, tarifvertragliche Regelungen zur Mindestbesetzung in der Pflege nicht einzuhalten. Bis heute werden nach Gewerkschaftsangaben bei Unterbesetzungen auf den Stationen "keine ausreichenden Maßnahmen zur Entlastung von Seiten der Charité ergriffen, wie sie der Tarifvertrag vorsieht", heißt es in einer Mitteilung von Verdi. Die Gewerkschaft bereite nun Aktionen vor, um die Forderungen der Beschäftigten durchzusetzen.

Die Verhandlungen zwischen Verdi und der Charité über einen neuen Tarifvertrag Gesundheitsschutz laufen seit Anfang Juli. In den Verhandlungen soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaft nun festgelegt werden, dass Maßnahmen zur Entlastung bei Unterbesetzung verbindlicher umgesetzt werden. "Es kann nicht sein, dass auf vielen Stationen bereits Tage im Voraus die Unterbesetzung bekannt ist und weder zusätzliches Personal eingesetzt, noch Leistungen zum Beispiel durch Bettensperrungen oder Aufnahmestopp für neue Patienten eingeschränkt werden", so Carsten Becker, Mitglied der Verdi-Tarifkommission an der Charité.

Der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass es "Umsetzungsdefizite" gebe. Ursache für den Konflikt ist seiner Ansicht nach jedoch ein Mangel an geeignetem Personal. Die Charité habe bereits 250 Vollkräfte eingestellt. Er sei zuversichtlich, dass in den Gesprächen "eine befriedigende Lösung" gefunden werde. Verdi-Verhandlungsführer Kalle Kunkel kündigte hingegen an, Verdi habe mehrere Vorschläge vorgelegt, wie die Verbindlichkeit des Tarifvertrags verbessert werden könne. Die Charité habe hingegen "vor allem erklärt, was sie nicht will." Bis heute habe die Universitätsklinik keine konkreten Vorschläge gemacht.

Im März dieses Jahres hatte die Führung der Charité den Tarifvertrag mit Verdi zur Personalbemessung vom vergangenen Jahr als Erfolg bezeichnet und dass man den Vertrag fortsetzen wolle.

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