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Charité weist Verdi-Kritik zurück

Die Führung der Charité betrachtet den Tarifvertrag zur Personalbemessung mit der Gewerkschaft Verdi vom vergangenen Jahr als Erfolg und will diesen fortsetzen. Das machte der Ärztliche Direktor des Berliner Uniklinikums Ulrich Frei am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz im Beisein des regierenden Bürgermeisters und Charité-Aufsichtsratsvorsitzendem Michael Müller deutlich. Müller hatte zuvor mitgeteilt, dass das Krankenhaus im Jahr 2016 unter „schwierigsten Bedingungen“ einen positiven Jahresabschluss erreicht habe. Der Gewinn betrug demnach 3,8 Millionen Euro.

Frei sagte ferner, die Fluktuation bei der Charité sei „eher niedrig“. Der Hinweis von Verdi stimme nicht, dass die Mitarbeiter aufgrund der Arbeitsbedingungen das Unternehmen in großer Zahl verließen. „Wir wollen diesen Tarifvertrag beibehalten“, sagte Frei und verwies darauf, dass es in Berlin derzeit aufgrund des Fachkräftemangels jedoch schwer sei, zusätzliche qualifizierte Pflegekräfte einzustellen. Verdi-Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel hatte erklärt, die Charité plane den Eintritt in den kommunalen Arbeitgeberverband, was die Verlängerung des im Juli auslaufenden Tarifvertrags für mehr Personal nicht mehr zulasse.

Anders als von Verdi behauptet sei die Zahl der Pflegekräfte bei der Charité im vergangenen Jahr gestiegen, sagte Frei weiter. Das Stammpersonal sei um 210 Personen gewachsen, im Gegenzug seien lediglich 50 Stellen für Leasingkräfte weggefallen. Verdi hatte vergangene Woche angegeben, dass der Aufbau von Stammpersonal mit einem Abbau von Leasingkräften im selben Ausmaß einhergehe und dadurch unterm Strich nicht mehr Personal auf den Stationen sei.  Für das laufende Jahr plane die Charité, weitere 80 Personen einzustellen, kündigte Frei an. (BAL)

 

 

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