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Kammer weist Vorwürfe zurück

Auch eineinhalb Jahre, nachdem Deutschlands erste Pflegekammer ihre Arbeit in Rheinland-Pfalz offiziell aufgenommen hat, steht sie weiter unter Beschuss. Am Sonntag hatte unter anderem die Rhein-Zeitung berichtet, dass die Kammer Probleme mit Beitragszahlungen habe und dass tausende Mitglieder ihre Beiträge nicht zahlten. Kammersprecher Benjamin Henze relativiert diese Vorwürfe gegenüber BibliomedPflege und stellt klar: "Von den aktuell 38.900 vollständig registrierten Mitgliedern verweigern lediglich ein bis zwei Prozent die Zahlungen." Das entspräche rund 400 bis 800 Personen. Für die Mehrzahl der knapp 3.000 offenen Beitragsforderungen gebe es indes verschiedenste Gründe – beispielsweise falsche Bankverbindungen, Wegzüge oder Schwangerschaften. Jeder Einzelfall werde dabei genau geprüft. "Wichtig ist uns, im Dialog mit unseren Mitgliedern zu bleiben", betont Henze weiter. So seien bislang lediglich Zahlungserinnerungen und noch keine Mahnungen verschickt worden. "Wir setzen auf Information und Transparenz – unter anderem mit unseren Veranstaltungen, die überall in Rheinland-Pfalz stattfinden." Das zeige Wirkung. "Die Akzeptanz wird besser. Auch, wenn wir noch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen haben und die Kammer sich immer noch im Aufbau befindet." 
Viele Kammerkritiker sehen vor allem den Pflichtbeitrag skeptisch. Das Verwaltungsgericht in Mainz hatte aber Mitte Mai ist seinem Urteil die Pflichtmitgliedschaft als rechtens erklärt. (MIL)

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