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Konzertierte Aktion Pflege

Minister wollen die Pflege-Ausbildungsquote deutlich erhöhen

Anlässlich eines Treffens der "Konzertierten Aktion Pflege" (KAP) in Berlin haben die Bundesminister Franziska Giffey (Familie), Jens Spahn (Gesundheit) und Hubertus Heil (Arbeit) ein Papier zur Ausbildungsoffensive unterschrieben. Diese sieht vor, die Auszubildendenzahlen bis 2023 um 10 Prozent erhöhen. Auch die Zahl der Ausbildungsstätten für die Pflege soll bis 2023 um 10 Prozent steigen.

Derzeit gibt es nach Angaben der Regierung 3,3 Millionen Pflegebedürftige, 2030 werden es rund 4 Millionen sein und 2050 5,3 Millionen. "Der Pflegemangel ist schon heute greifbar: 38.000 Stellen sind derzeit nicht besetzt. Auf 100 offene Pflegestellen kommen derzeit nur 26 arbeitslose Pflegekräfte", erklärte Giffey.
Als Zugpferde der Ausbildungsoffensive nannte die Ministerin die Abschaffung des Schulgelds und eine angemessene Ausbildungsvergütung. Das dem zugrunde liegende Pflegeberufegesetz tritt stufenweise bis 2020 in Kraft. Außerdem sollen 5.000 Weiterbildungsplätze für „Nachqualifizierung und Umschulung“ geschaffen werden. Mit diesem Vorstoß will Giffey der Abbrecherquote in der Pflegeausbildung begegnen.

Die drei Minister wollen vor allem die Altenpflege attraktiver machen. Arbeitsminister Heil will mit den Partnern der "Konzertierten Aktion" einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag erwirken. Derzeit sei kein Tarifvertrag in der Branche für allgemein verbindlich zu erklären, weil keiner repräsentativ sei, so Heil. "In der Altenpflege variiert der Verdienst einer Altenpflegekraft derzeit um bis zu 800 Euro bei gleicher Arbeit – das kann nicht sein", bekräftigte Bundesgesundheitsminister Spahn.

Die KAP, an der sich 40 Verbände und Institutionen beteiligen, hat das Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken. Zusammen mit den Ländern, Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbänden, Verbänden der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, den Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbänden, der Berufsgenossenschaft, der Bundesagentur für Arbeit sowie den Sozialpartnern werden dazu bis zum Sommer 2019 konkrete Maßnahmen erarbeitet.

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