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Pflegepolitik

DBfK kritisiert Befragung zur Kammer in Hessen

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Südwest hat das Befragungsergebnis gegen eine Pflegekammer in Hessen scharf kritisiert. Die Befragung sei "völlig übereilt herbeigeführt" worden. Zudem sei sie schlecht aufgesetzt und kommuniziert worden. Die Pflegeverbände hätten nicht die Möglichkeit gehabt, Pflegende flächendeckend zu informieren.

"Bereits zu Beginn der Online-Befragung zum Meinungsbild über eine Pflegekammer in Hessen unter den knapp 65.000 Pflegenden im Land kam es zu Problemen bei der Zustellung der Zugangsdaten. Wie viele Pflegende also letztlich tatsächlich an der Umfrage beteiligt waren, ist unklar", kritisierte Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest gegenüber BibliomedPflege.

"Uns erreichten vielfach Anfragen von Kollegen, die sich beteiligen wollten, aber dann letztlich keine Zugangsdaten vom hessischen statistischen Landesamt erhielten", so Kiefer weiter. Und das, obwohl das Ministerium für Soziales und Integration kommuniziert habe, dass dies ohne Probleme möglich sei.

Kiefer fordert deshalb das hessische Sozialministerium auf, sämtliche Daten aus der Befragung offenzulegen.

Trotz des negativen Umfrageergebnisses setzt sich Kiefer weiter für eine Professionalisierung und Aufwertung der Pflegeberufe ein.

"Wir werden die Entwicklung der Pflege und der Pflegenden in Hessen weiterhin eng begleiten und den Dialog mit den politisch Verantwortlichen zur Stärkung der Pflege auch in der kommenden Legislaturperiode fortführen, und fordern weitere Schritte bis hin zur vollständigen Errichtung einer Pflegekammer für Hessen."

Verdi begrüßt hessisches Votum gegen Pflegekammer

Die Gewerkschaft Verdi hat unterdessen das Votum gegen eine Pflegekammer begrüßt. "Statt auf eine Pflegekammer mit verpflichtender Mitgliedschaft setzen wir auf das freiwillige Engagement von Pflegekräften für bessere Arbeitsbedingungen", sagte der Leiter des Fachbereichs Gesundheit bei Verdi in Hessen, Georg Schulze-Ziehaus.

"Die Pflegeberufe brauchen eine starke berufsfachliche Vertretung gegenüber der Landespolitik", so der Fachbereichsleiter weiter. Verdi biete allen Parteien und Verbänden Gesprächen darüber an, welche Wege hierfür am besten geeignet seien. "Eine Pflegekammer mit Pflichtmitgliedschaft ist es nicht." 

Nicht verpassen: Warum der Dreiklang aus Pflegekammer, Berufsverband und Gewerkschaft für die Pflege wichtig ist

Warum das gleichzeitige Engagement in Pflegekammern, Berufsverbänden und Gewerkschaften nicht widersprüchlich, sondern sinnvoll ist, verdeutlicht die Präsidentin der niedersächsischen Pflegekammer, Sandra Mehmecke, in der Dezember-Ausgabe von Die Schwester Der Pfleger. 

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