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Pflegekammer Niedersachsen

Beitragsbescheide werden in Kürze verschickt

Voraussichtlich Ende des Jahres versendet die Pflegekammer in Niedersachsen den ersten Beitragsbescheid an ihre mehr als 90.000 Mitglieder. Pflegende im Land sind dann aufgefordert, 0,4 % ihres Bruttoeinkommens des vorletzten Kalenderjahres abzüglich Werbungskosten als Mitgliedsbeitrag zu zahlen. Für das laufende Jahr wird der halbe Jahresbeitrag erhoben.

"So ungeliebt die Beitragszahlung durch die Mitglieder auch sein mag, so wichtig ist sie für die Wahrung der Unabhängigkeit der Pflegekammer", betonte Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke vergangenen Donnerstag in Hannover. Weder der Staat noch Interessenvertreter aus Wirtschaft oder Politik könnten durch den Entzug finanzieller Mittel Einfluss auf die Arbeit und Entscheidungen der Kammer nehmen.

Der einheitliche Prozentsatz schaffe größtmögliche Transparenz und Gerechtigkeit, so Mehmecke weiter. Der Beitrag diene der Finanzierung der gesetzlichen Selbstverwaltungsaufgaben der Kammer. Dazu gehörten unter anderem die Übernahme der Regelung einer Weiterbildung vom Land Niedersachsen ab 2019 und die Beratung der Kammermitglieder in Fragen der Berufsausübung.

Gemeinsam mit den Mitgliedern werde noch in diesem Jahr die Ausgestaltung der künftigen Berufsordnung diskutiert. Ende 2018 soll ein Bericht zur Lage der Pflegeberufe in Niedersachsen veröffentlicht werden.

So wird der Mitgliedsbeitrag errechnet

Alle Kammermitglieder erhalten im ersten Schritt einen Regelbescheid über den Höchstbeitrag von 140 Euro für das laufende Jahr und von 280 Euro für 2019. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 70.000 Euro.

"Wer weniger verdient, soll auch weniger zahlen und kann auf Basis einer Selbsteinstufung innerhalb von 4 Wochen sein tatsächlich vorletztes Jahresbruttoeinkommen angeben", so die Kammerpräsidentin.

Der Mitgliedsbeitrag wird dann mit 0,4 % des tatsächlichen Einkommens abzüglich der individuellen Werbungskosten neu festgesetzt.

Jedes Kammermitglied muss also selbst aktiv werden, um einen niedrigeren Beitrag zu zahlen. Erfolgt keine Selbsteinstufung, gilt der Höchstbeitrag.

Der Beitrag ist steuerlich absetzbar. Jahreseinkommen bis 5.400 Euro – zum Beispiel Minijobs – bleiben beitragsfrei.

 

Beispielrechnung

Jahreseinkommen 2016: 30.000 Euro (Monatsgehalt 2.500 Euro)

Abzüglich individueller Werbungskosten: z. B. 1.000 Euro

Beitragsbemessung: 29.000 Euro

Davon 0,4 % = 116 Euro Jahresbeitrag bzw. anteilig für 2018: 58 Euro

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