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Visa-Vergabe für Pflegende von den Philippinen dauert zu lang

Die Asklepios Kliniken haben die schleppende Visa-Vergabe an ausländische Pflegende kritisiert. Insgesamt 260 Intensiv- und OP-Pflegefachpersonen will der private Klinikbetreiber von den Philippinen nach Deutschland holen. Die ersten sechs von ihnen sind Anfang der Woche in Frankfurt gelandet. Weitere 14 Pflegende warteten allerdings abreisebereit auf ihre Visa. Auch für die weiteren 240 Fachkräfte stünden die Chancen schlecht, noch vor Jahresende eine Einreisegenehmigung zu erhalten.

Der Geschäftsführer der Klinikkette, Kai Hankeln, hat sich deshalb in einem Brandbrief an Bundestagsabgeordnete gewendet, wie die Bild-Zeitung berichtet. Darin kritisiert Hankeln, es sei "keinem Patienten vermittelbar, dass seine Operation oder Behandlung verschoben werden muss, weil nicht ausreichend Personal in den deutschen Botschaften vorhanden ist, um die Visa des dazu notwendigen Pflegepersonals zeitgerecht zu bearbeiten". Gerade erst sei die Visa-Bearbeitungsdauer von drei auf fünf Monate heraufgesetzt worden.

Der FDP-Haushaltspolitiker Michael Link sagte gegenüber der Zeitung, in Manila arbeite die Visastelle im Akkord und warte seit mehreren Monaten auf bereits zugesagte personelle Verstärkung. "Doch das Auswärtige Amt liefert nicht." Die FDP habe deshalb in der vergangenen Woche im Haushaltsausschuss einen Maßnahmenplan gegen die Überlastung der Visa-Stellen beantragt. Dieser sei allerdings von Union und SPD abgelehnt worden. Das Auswärtige Amt wollte sich nach Angaben von Bild nicht äußern.

Asklepios schult seit zwei Jahren auf den Philippinen Intensiv- und OP-Pflegende für ihre Arbeit in Deutschland. Neben einem neunmonatigen Sprachkurs gehört ein mehrwöchiger Intensiv-Workshop zur Vorbereitung auf die Pflegearbeit in Deutschland.

Die philippinischen Fachkräfte haben zuvor vier Jahre in ihrem Heimatland studiert und danach noch vier bis sechs Jahre praktisch in ihrem Beruf gearbeitet.

 

 

 

 

 

 

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