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"Inakzeptable" Bedingungen für Pflegende

Die Arbeitsbedingungen für professionell Pflegende sind nach Auffassung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) seit Jahren "inakzeptabel". Dadurch werde der bestehende Fachkräftemangel in der Branche weiter verschärft. Während der Regierungszeit der Großen Koalition habe sich diese Situation nicht verbessert, beklagte der Verband am Freitag in Berlin. 

Die Suche nach Lösungen werde auf dem Rücken der Pflegenden ausgetragen. Während beim Stichwort Pflegefachkräftemangel die einen zur Senkung der Fachkraftquote aufriefen, würden andere die Anwerbung aus Fernost empfehlen. Bis zur Lösung des Problems würde die Pflegearbeit auf immer weniger Schultern abgeladen, bei Personalausfall würden die verbliebenen Mitarbeiter genötigt, auf Pausen, Urlaub und freie Tage zu verzichten. "Wie kann man nur glauben, unter solchen Bedingungen gut ausgebildete Pflegefachpersonen im Unternehmen und im Beruf halten zu können?", kritisierte DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel.

Vor allem "weiche Faktoren" spielten eine immer größere Rolle für Pflegende. "Pflegefachpersonen erwarten gute Teamarbeit, spürbare Anerkennung ihrer Kompetenz und Leistung, weitgehende Autonomie, Mitbestimmung, ein Gleichgewicht zwischen Arbeitsanfall und den verfügbaren Zeitressourcen, berufliche Entwicklungschancen und vor allem eine gute Work-Life-Balance", so Knüppel weiter. Wer das nicht böte, könne nur auf ein Übermaß an Loyalität und die Leidensbereitschaft seiner Belegschaft hoffen. "Aber auch die haben Grenzen!"

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