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Pflege in der Ukraine

Wenn der Job im Zufluchtsland zur Heimat auf Zeit wird

Die ukrainische Vize-Gesundheitsministerin hofft, dass die Mehrheit der geflohenen Pflegenden nach Kriegsende wieder in ihre Heimat zurückkommt.

Die stellvertretende Gesundheitsministerin der Ukraine, Irina Mykychak, hat sich für die Unterstützung deutscher Kliniken bedankt, geflüchtete ukrainische Pflegende weiter in ihrem Beruf arbeiten zu lassen. Das betonte sie am Rande eines Besuchs bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) vor wenigen Tagen. Es sei gut für die Pflegenden, in Deutschland weitere Berufserfahrung sammeln zu können. Allerdings hoffe Mykychak, dass das Pflegepersonal nach Ende des Kriegs in seine Heimat zurückkehren wird, zitierte die Ärztezeitung die Ministerin.

"Wir verstehen, wenn ein Teil von ihnen in Europa bleiben will, aber wir wünschen uns, dass die Mehrheit zurückkehrt, denn unsere Bevölkerung hat sich als sehr patriotisch erwiesen."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe angewiesen, die Gehälter von Pflegepersonal "deutlich" zu erhöhen.

Selenskyj will Pflegepersonal in der Ukraine besser entlohnen 

Woidke sicherte der Ukraine jede mögliche Unterstützung seines Landes zu. Er sehe sich verpflichtet dafür zu sorgen, für Menschen in der Ukraine weiter eine möglichst gute pflegerische und medizinische Versorgung sicherzustellen. Die ukrainische Politikerin hatte während ihres Besuchs davon gesprochen, dass russische Truppen in ihrem Land offenbar systematisch die Ausrüstung ziviler Krankenhäuser stehlen.

Zwar gebe es hierzulande einen "sehr hohen Bedarf" an Pflegepersonal, so Woidke weiter.

"Wir werden aber unsere Probleme nicht zu Lasten der Ukraine lösen."

Bereits seit 2015 bestehen z. B. enge Verbindungen des Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam mit Pflegeeinrichtungen in der Ukraine. Schon vor Kriegsausbruch hatte das Klinikum an seinen Standorten in Brandenburg mehr als 100 ukrainische Pflegende beschäftigt.

Wie ukrainische Pflegende Arbeit finden in der Klinikgruppe Ernst von Bergmann 

Der Sprecher der Geschäftsführung der Klinikgruppe Ernst von Bergmann, Hans-Ulrich Schmidt, sagte:

"Die engen Verbindungen, die unser Klinikum in die Ukraine hat, haben uns das dramatische Ausmaß dieses unnötigen Krieges von Beginn an sehr real miterleben lassen."

Wie die Klinikgruppe ukrainischen Pflegenden eine neue berufliche Perspektive bietet, lesen Interessierte in der Juni-Ausgabe von Die Schwester | Der Pfleger. Diese titelt: Heimat auf Zeit – Wie deutsche Kliniken Pflegende aus der Ukraine willkommen heißen.

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