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Offener Brief der Pflegekammer NRW an Merkel

Weichen stellen, um berufliche Pflege zu stärken

Der Vorstand des Errichtungsausschusses der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen (NRW) richtet sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und prangert "die eklatante Situation in der Pflege" an.

Darin bemängelt der Errichtungsausschuss-Vorstand u. a., dass sich in der Zeit Merkels Kanzlerschaft die Zahl der Pflegebedürftigen verdoppelt hat, das in der Altenpflege tätige Fachpersonal hingegen nur in der Größenordnung von 50 % gestiegen ist. Eine grundsätzliche Neuausrichtung der Strukturen sei 2017 versäumt, das "System Pflege herabgewirtschaftet" worden.

"Es ist nur den verbliebenen, hochengagierten und -kompetenten Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, dass das System noch nicht zusammengebrochen ist. Gerade in der Pandemie, aber auch während und nach der Naturkatastrophe Mitte Juli 2021 in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen leistete und leistet die Pflege über jedes Maß hinaus ihre gute Arbeit."

Dialog gefordert

Viele Pflegende wollten den Beruf verlassen, glaubten nicht mehr an eine Systemveränderung.

Die Vorsitzende des Errichtungsausschusses, Sandra Postel, und der gesamte Vorstand fordern daher eine Weichenstellung für einen dauerhaften Dialog zwischen Pflegenden und Bundeskanzleramt und die "konsequente Einbindung der Pflege in die politischen Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene sowie in der Gemeinsamen Selbstverwaltung". Zusätzlich bedürfe es der "Ausgestaltung vorbehaltener Aufgaben durch die pflegerische Selbstverwaltung".

Um jeder Pflegeempfängerin und jedem -empfänger auch in Zukunft die beste Pflege ermöglichen zu können, "werden wir die Unterstützung des nächsten Bundeskanzlers oder der nächsten Bundeskanzlerin brauchen".

Die Bundeskanzlerin wird daher gebeten, ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger "die Notwendigkeit dieses ungefilterten Zugangs mit auf den [zu] Weg geben und ein passendes Format dazu, damit die Pflege besser gehört werden kann".

Sandra Postel dazu:

"Das Einzige was noch hilft, ist es die Pflegenden mit an den politischen Entscheidungstisch zu holen."

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