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Weltklimakonferenz

Vogler: Klimawandel ist eine maximale Gesundheitsbedrohung

Mehr Hitze, Infektionskrankheiten und Klimatote – die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels bekommt die Pflege unmittelbar zu spüren.

Die bedrohlichen Veränderungen des Klimawandels haben längst begonnen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht deshalb im Vorfeld der am Sonntag beginnenden Weltklimakonferenz im ägyptischen Scharm El-Scheich bereits von einer Klimakatastrophe. Die gesundheitlichen Folgewirkungen würden allerdings "dramatisch unterschätzt", zitierte der Tagesspiegel am Freitag den Minister. So sei es wissenschaftlich erwiesen, dass die Wahrscheinlichkeit neuer Pandemien exponentiell mit der Erwärmung der Atmosphäre korreliere. Mit dem Kampf gegen den Klimawandel würde gleichzeitig aber auch das Risiko des Ausbruchs weiterer Massenerkrankungen reduziert, so der Minister weiter und konstatierte: Klimapolitik sei "immer auch Gesundheitspolitik".

Klimapolitik ist Gesundheitspolitik

Für die Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR), Christine Vogler, hat die Klimakrise bereits jetzt schon "massive Auswirkungen auf die Pflege- und Gesundheitssysteme". Hitzewellen seien da "nur die Spitze des Eisbergs an klimabedingten Gesundheitsgefahren", verwies Vogler am Donnerstag. Das Erreichen irreversibler Kipppunkte stehe kurz bevor.

Doch anstatt präventiv zu wirken, steuere das Gesundheitssystem erneut auf einen Reparaturbetrieb zu. Dabei sei die umfängliche Bedeutung des Klimawandels für Pflege und Gesundheit bislang nur zu erahnen.

Klima wirkt sich schon jetzt massiv auf Pflege- und Gesundheitssysteme aus

Vogler betonte:

"Der Klimawandel ist eine maximale Gesundheitsbedrohung."

Fatalerweise komme er zusätzlich zu bereits bestehenden Problemen hinzu, wie massivem Mangel an Pflegefachpersonen und der gleichzeitig enorm steigenden Zahl an Pflegebedürftigen.

WHO: Folgen für Gesundheit verheerend

Die DPR-Präsidentin verwies auf das Klimabuch des Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Darin hat dieser geschrieben:

"Die Folgen für unsere Gesundheit sind real und oft verheerend. (…) Es gibt gesundheitliche Argumente für ein Handeln gegen den Klimawandel. (…) Jeder Bruchteil eines Grades weiterer Erwärmungen klebt ein Preisschild auf unsere Gesundheit und die unserer Kinder. Der Slogan '1,5 Grad, damit wir am Leben bleiben' kann aus gesundheitlicher Perspektive wörtlich genommen werden."

Auch der bayerische Pflege- und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) verdeutlichte am Freitag, wie wichtig es sei, in der Gesundheitsbranche die Treibhausgasemissionen zu senken. Denn sie sei für gut 5 % der Emissionen in Deutschland verantwortlich.

Emissionen der Treibhausgase in Krankenhäusern senken

Holetschek unterstrich:

"Klimawandel und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. Deswegen müssen wir beide Bereiche immer zusammen denken. Wir müssen informieren und bereits heute präventiv agieren, um die Klimaresilienz zu verbessern und damit die Gesundheit der Menschen bestmöglich zu schützen."

Der Ende Oktober veröffentlichte Bericht "Lancet Health Countdown on Health and Climate Change" der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" beschreibt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und wie diese Gesundheit und Leben der Menschen bedrohe.

--> Was Klimaschutz mit Pflege zu tun hat

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