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Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Verdi‑Fraktion fordert Abbruch der Mitgliederbefragung

Die Verdi-Fraktion in der Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinlanz-Pfalz hat in einem offenen Brief den sofortigen Abbruch der laufenden Mitgliederbefragung geäußert.

Die Verdi-Fraktion in der Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat am Samstag in einem offenen Brief den sofortigen Abbruch der derzeit laufenden Mitgliederbefrag gefordert. Sie begründet dies mit "erheblichen technischen, organisatorischen und methodischen Mängeln", die eine verlässliche Willensbildung der Pflegefachpersonen unmöglich machten.

Nach massiven IT-Problemen kurz nach dem Start der Mitgliederbefragung am Montag vergangener Woche hatte auch der Verdi-Landesbezirk Rheinland-Pfalz/Saarland den Abbruch der Befragung gefordert.

Aufgrund "erheblicher Defizite" im laufenden Verfahren rund um die Mitgliederbefragung hatte am Freitag das Vorstandsmitglied Nina Benz ihren Rücktritt erklärt.

So begründet die Verdi-Fraktion ihre Forderung

Laut Verdi-Fraktion berichten zahlreiche Mitglieder über fehlende oder nur eingeschränkte Zugänge zur Onlinebefragung, wiederholte technische Fehlermeldungen sowie systemseitige Abbrüche während der Teilnahme. Teilweise sei unklar, ob Eingaben korrekt gespeichert worden oder eine Wiederaufnahme der Befragung möglich sei.

Zudem kritisiert die Fraktion eine inkongruente Kommunikation bei Problemen, etwa beim Versand fehlender Zugangsdaten, der teils postalisch, teils per E-Mail erfolgt sei.

Besonders schwer wiegt aus Sicht der Fraktion, dass während des laufenden Verfahrens nachträgliche Änderungen am Erhebungsinstrument vorgenommen worden seien. Ein solches Vorgehen widerspreche "üblichen Standards" und führe zu "zwangsläufig" zu Verzerrungen, die den Ergebnissen ihre Aussagekraft entziehe.

Fraktion fordert "unverzügliche und umfassende" Stellungnahme des Vorstands

Die Verdi-Fraktion fordert deshalb:

  • die Offenlegung der organisatorisch-technischen Umsetzung der Befragung,
  • eine detaillierte Aufarbeitung des gesamten Fehlerbildes und der Gegenmaßnahmen,
  • die Dokumentation aller nachträglichen Änderungen,
  • sowie den sofortigen Abbruch der Erhebung inklusive Löschung aller bereits erhobenen Daten.

Zudem bemängelt die Fraktion eine unzureichende Kommunikation gegenüber Vertreterversammlung, Mitgliedern und Öffentlichkeit. Die Verantwortung für das Verfahren liege klar in der Selbstverwaltung und damit auch bei der Vertreterversammlung, heißt es in dem Schreiben.

Sollte der Vorstand an der Befragung festhalten, werde man dies nicht mittragen und behalte sich rechtliche Schritte sowie die Klärung personeller Verantwortlichkeiten vor.

Im Schreiben wird zudem auf den Rücktritt des Vorstandsmitglieds Nina Benz am Freitag Bezug genommen, deren Begründung den Handlungsdruck aus Sicht der Fraktion zusätzlich bestätige.

Die Fraktion erwartet nun eine "unverzügliche und umfassende Stellungnahme" des Vorstands der Landespflegekammer.

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