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Nordrhein-Westfalen

SPD warnt vor "sozialer Dramatik" in der Pflege

Die Beschäftigten in der Pflege beklagen seit Langem Personalmangel und Überlastung. Wird das gerade besser oder schlechter?

Der Personalmangel in der Pflege führt aus Sicht der SPD-Opposition in Nordrhein-Westfalen (NRW) "zu einer schweren sozialen Dramatik". In den nächsten zehn Jahren gingen etwa eine halbe Million Pflegekräfte in Deutschland in Rente und die Pflegebedürftigkeit nehme zu, sagte der SPD-Abgeordnete Thorsten Klute am Freitag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags. Allein in NRW hätten schon jetzt mehr als 1,2 Millionen Menschen einen Pflegegrad. 

Investitionen in Pflegeschulen steigern 

Er warf der Landesregierung vor, nicht angemessen auf die Herausforderungen zu reagieren. Sowohl die Investitionen in die Pflegeschulen als auch die Investitionskostenförderung für ambulante Pflegedienste seien zu gering, kritisierte Klute. Die Bezirksregierungen müssten leistungsfähiger gemacht werden, damit im Ausland erworbene Pflegequalifikationen schneller anerkannt werden könnten. Darüber hinaus sollte der Einsatz digitaler Assistenzsysteme in der Pflege gefördert werden, damit Menschen länger selbstständig zu Hause leben könnten.

Klute fragte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU):

"Was tun Sie eigentlich, um zu verhindern, dass von den knapp 15.000 Menschen, die im Sommer 2023 den Weg in die Pflegeausbildung gefunden haben, nicht schon wieder mindestens ein Drittel die Ausbildung abbrechen?"

Es sei zwar gut, dass die Ausbildungszahlen im vergangenen Jahr nach einem Einbruch zuvor wieder nach oben gegangen seien, allerdings sei das kein Grund für "Alles-Super-Gerufe" der Landesregierung. 

Positiver über Pflege sprechen

CDU und Grüne sehen NRW dagegen auf einem guten Weg, um die Pflegeausbildung und die Versorgung zu verbessern. Den Pflege- und Krankenhausschulen seien insgesamt 350 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden, sagte die CDU-Abgeordnete Britta Oellers. Dies sei ein Kraftakt gewesen. Es sei aber auch wichtig, positiver über Pflege zu sprechen statt "immer nur Untergangsszenarien anzustimmen". Auch der Grünen-Abgeordnete Mehrdad Mostofizadeh meinte:

"In Nordrhein-Westfalen geht es aufwärts in der Pflege."

Quelle: dpa

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