Erleben pflegerische und ärztliche Beschäftigte im Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Pandemie Stigmatisierungen, z. B. aufgrund ihrer Tätigkeit auf einer Corona-Station oder weil sie selbst infiziert, erkrankt oder in Quarantäne waren? Dieser Frage will ein Forschungsprojekt der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum nachgehen. Auftraggeber ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der Technischen Universität Dresden.
- Welche Arten und Formen von Stigmatisierung treten auf?
- Wie gehen Betroffene mit Stigmatisierung um?
- Welche Auswirkungen haben entsprechende Erfahrungen auf die Gesundheit und das berufliche Selbstverständnis?
- Wie können Arbeitgeber mit solchen Szenarien umgehen?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, sollen Interviews mit Pflegenden, Ärztinnen und Ärzten erfolgen.
Pflegende für 40 minütige Interviews gesucht
Dabei geht es nicht ausschließlich um starke Ausprägungen der Stigmatisierung (z. B. von Familienfeiern ausgeladen werden). Sondern das Forscherteam ist auch an eher "kleinen" Formen der Stigmatisierung interessiert (z. B. die Nachbarn betreten nicht mehr zur gleichen Zeit den Hausflur).
Die Interviews erfolgen telefonisch oder virtuell und dauern ca. 40 Minuten.
Wer sich an den Interviews beteiligen möchte, kann sich bei Gudrun Faller melden, Professorin für Kommunikation und Intervention im Kontext Gesundheit und Arbeit an der hsg: gudrun.faller(at)hs-gesundheit.de.