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Statistik

Pflegende verdienten 2021 gut ein Drittel mehr als 2011

Krankenhäusern und Heimen gelingt es offensichtlich, mehr Pflegende einzustellen, als sie verlieren. Auch die Gehälter sind gestiegen.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die Zahl der Beschäftigten in Pflegeberufen steigt. Ende 2020 seien knapp 486.100 Pflegende in Krankenhäusern tätig gewesen. Das seien 18 % mehr als noch 10 Jahre zuvor, teilte die Behörde am Mittwoch mit.  

Auch viele Männer arbeiten in Teilzeit in der Pflege

Auch in Pflegeheimen sowie ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten sei die Zahl der Beschäftigten gestiegen. Während 2009 noch 679.000 ambulante und stationäre Pflegende tätig gewesen seien, seien es 2019 rd. 954.000 – ein Zuwachs um 40 %. Besonders die ambulanten Pflegedienste hätten Personal hinzugewonnen: Von 2009–2019 sei die Zahl der dort Beschäftigten um 61 % gestiegen; in Heimen sei es ein Plus von 30 % gewesen.

616.000 Beschäftigte der Pflege und Betreuung in ambulanten sowie stationären Einrichtungen hätten 2019 geringfügig oder in Teilzeit gearbeitet. Das entspräche einem Anteil von 65 %.

Zwar sei 85 % des Personals in diesen Einrichtungen weiblich, die hohe Teilzeitquote sei damit aber nur teilweise erklärbar. Denn auch unter Männern sei diese Quote mit 44 % überdurchschnittlich hoch gewesen.

Verdienste in der Pflege stärker gestiegen als in Gesamtwirtschaft

Vollzeitbeschäftigte Pflegefachpersonen in Krankenhäusern und Heimen hätten 2021 brutto durchschnittlich 34,0 % mehr verdient als noch 2011. Die Bruttomonatsverdienste von Fachpersonen in Altenheimen sei im selben Zeitraum etwas weniger (+31,0 %) gestiegen, unter Fachpersonen in Pflegeheimen sei der Anstieg mit 39,3 % höher ausgefallen.

In allen 3 Gruppen seien die Verdienste in den vergangenen 10 Jahren deutlich stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft (Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen) mit +21,7 %.

Gesundheits- und Krankenpflegende verdienen überdurchschnittlich

Aufgrund der überdurchschnittlichen Verdienststeigerungen in den vergangenen 10 Jahren hätten Gesundheits- und Krankenpflegende 2021 mit 3.697 Euro brutto im Monat auch überdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtwirtschaft verdient. Diese hätten durchschnittlich 3.399 Euro im Monat verdient. Zu berücksichtigen sei hierbei allerdings, dass die Lohnentwicklung 2021 immer noch durch Kurzarbeit aufgrund der Corona-Pandemie beeinflusst gewesen sei.

Auch Fachpersonal in Pflegeheimen habe mit 3.430 Euro überdurchschnittlich verdient. Fachpersonal in Altenheimen habe mit 3.327 Euro unterhalb des gesamtwirtschaftlichen Durchschnitts gelegen.

Diese Unterschiede seien u. a. darauf zurückzuführen, dass in der Gesundheits- und Krankenpflege vielfach Tariflöhne gezahlt würden, während es in der Altenpflege bislang keinen flächendeckenden Tarifvertrag gebe.

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