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Schutzausrüstung für Pflegende

Pflegekammer gegen Spahns Pläne

In vielen Pflegeeinrichtungen gebe es weiterhin einen Mangel an Schutzausrüstung. Die Pflegekammer Niedersachsen kritisiert deshalb deren Abgabe ans Ausland.
In vielen Pflegeeinrichtungen gebe es weiterhin einen Mangel an Schutzausrüstung. Die Pflegekammer Niedersachsen kritisiert deshalb deren Abgabe ans Ausland.

Die Pflegekammer Niedersachsen hat die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisiert, nicht benötigte Corona-Masken über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anderen Staaten zur Verfügung zu stellen.

In vielen Pflegeeinrichtungen deutschlandweit gebe es weiterhin einen Mangel an Schutzausrüstung. "Eine einzige Maske pro Schicht – trotz wechselnder Patienten und Bewohner – war und ist während der Corona-Pandemie keine Seltenheit", sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann am Montag.

Viele Einrichtungen benötigen Schutzausrüstung

"Es ist paradox, dass die Bundesregierung hunderte Millionen Masken ins Ausland verschenkt, während viele Pflegeeinrichtungen deutschlandweit Schutzausrüstung benötigen und die Infektionszahlen steigen", so Klarmann weiter.

"Pflegefachpersonen müssen deutschlandweit besser vor einer COVID-19-Infektion geschützt werden. Sie benötigen ausreichend Schutzausrüstung und kostenfreie, regelmäßige COVID-19-Tests statt Applaus vom Balkon und Lavendel oder Merci", betonte die Kammerpräsidentin.

"Zumutung für jede Pflegefachperson"

Das Verschenken der Masken und die gleichzeitige Gefährdung der Pflegenden sei eine Zumutung für jede einzelne Pflegefachperson, die die Versorgung der Bevölkerung in dieser brisanten Lage sicherstelle.

In den vergangenen Monaten habe es in Niedersachen in vielen Einrichtungen an Schutzausrüstung für Pflegepersonal gefehlt. Aktuell zeichne sich außerdem ein Engpass an Handschuhen auf dem innerdeutschen Markt ab. Die Pflegekammer warnt deshalb davor, Einrichtungen und Kliniken allein zu lassen und Pflegefachpersonen unnötigerweise zu gefährden.

Spiegel online hatte berichtet, dass die Bundesregierung 250 Mio. Masken abgeben will. Die aktuelle Pandemie-Situation hierzulande ermögliche es, einen Teil der überschüssigen Masken in eine nationale Reserve zu geben und einen geringen Teil Ländern zur Verfügung zu stellen, die wegen ihrer Corona-Situation dringend Masken benötigten. Es solle jenes Material abgegeben werden, dessen Haltbarkeit bald ablaufe.

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