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Arbeiten auf Stroke Units

Pflegefachpersonen erhöhen Behandlungserfolge

Die Arbeit spezialisierter Pflegefachpersonen ist für das Outcome von Schlaganfallpatienten von entscheidender Bedeutung.

Kernaufgaben von Pflegefachpersonen auf Stroke Units sind die engmaschige Überwachung der Vitalfunktionen von Schlaganfallpatientinnen und -patienten, ihrer Wachheit und Orientierung sowie ihrer Schluckfunktion. Damit verhindere das Fachpersonal Komplikationen oder trage maßgeblich dazu bei, diese frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Pflegefachpersonen leisteten also einen wesentlichen Beitrag zum Behandlungserfolg, betonte die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich des Weltschlaganfalltags vergangenen Samstag.

Wichtige Arbeit spezialisierter Pflegefachpersonen für das Behandlungsergebnis

Aus Studien lasse sich ableiten, wie wichtig die Arbeit spezialisierter Pflegefachpersonen für das Behandlungsergebnis sei, unterstrich die Vorsitzende der DSG-Kommission "Fortbildung für Pflegekräfte auf der Stroke Unit", Waltraud Pfeilschifter.

Als Berufsgruppe, die am längsten und dichtesten an Patientinnen und Patienten sei, fingen Pflegende Betroffene in einer Situation plötzlicher Hilflosigkeit und existenzieller Bedrohung psychologisch und emotional auf. Sie übernähmen ausgefallene Fähigkeiten zur Selbstpflege und hülfen, gemeinsam mit Physio-, Ergo-, Sprach- und Schlucktherapeutinnen und -therapeuten, diese Fähigkeiten wieder zu erlangen.

Fachqualifikation zur Stroke Nurse

Allerdings sei dabei Fachwissen wichtig, z. B. spezielle Pflegekonzepte, die die frühe Rehabilitation unterstützen, oder gute Kommunikation mit Betroffenen, Angehörigen und dem interdisziplinären Team der Stroke Unit.

Für diese Anforderungen habe die DSG bereits 2007 ein Curriculum für die einjährige Fortbildung zur Stroke Nurse entwickelt.

Trotz dieser jahrelangen Bemühungen spürten auch die Stroke Units "schmerzhaft" den Fachpersonalmangel in der Pflege. Ein Patentrezept, diesen rasch abzustellen, gebe es nicht.

Profession Pflege mehr Gestaltungsmöglichkeiten zugestehen

Gleichwohl wertete Pfeilschifter etwa die Einführung der PPR 2.0 als positives Zeichen – wenngleich damit keine schnellen Veränderungen zu erwarten seien.

Angehende Pflegespezialistinnen und -spezialisten müssten insgesamt auf Arbeitsbedingungen stoßen, die sie langfristig zufriedenstellten. Entscheidend sei neben den politischen und finanziellen Rahmenbedingungen ein gutes Arbeitsklima – insbesondere zwischen den Berufsgruppen der Ärzteschaft und der Pflege. So müssten Klinikleitungen der Profession Pflege Gestaltungsmöglichkeiten einräumen und deren Beitrag zur Gesundung von Patientinnen und Patienten wertschätzen.

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