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Pflegefachassistenzausbildung

Neuer Einstieg in den Pflegeberuf in NRW

Nordrhein-Westfalen führt generalistische Pflegefachassistenzausbildung ein.

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die "generalistische Pflegefachassistenzausbildung" eingeführt, um einen neuen Einstieg in die pflegeberufliche Bildung zu ermöglichen. Sie löst die Ausbildungen in der Altenpflegehilfe sowie Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz ab. 1.700 vom Land geförderte Ausbildungsplätze stehen derzeit zur Verfügung.

Nach Angaben des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales sei nach dem Start der generalistischen Pflegeausbildung notwendig gewesen, um "auch die landesrechtlich geregelten einjährigen Ausbildungen in der Altenpflegehilfe und der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Diese wurden nun in der einjährigen Pflegefachassistenzausbildung zusammengeführt."

Die entsprechende Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Pflegefachassistenz (PflfachassAPrV) ist bereits zum 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Am 30. Juni 2021 endete die Übergangsphase in der zunächst weiterhin auch die Ausbildungen in der Altenpflegehilfe und der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz begonnen und abgeschlossen werden konnten.

Zum neuen Ausbildungsformat sagt Minister Karl-Josef Laumann:

"Wir wollen möglichst vielen motivierten Interessentinnen und Interessenten den Einstieg in die attraktive staatlich anerkannte einjährige Pflegefachassistenzausbildung eröffnen. Dass dies gelingt, zeigt das große Interesse an der Ausbildung, von der uns auch die Pflegeschulen berichten. Und so stellen wir allein für die zweite Jahreshälfte rund 1.700 landesgeförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung."

In der bisherigen Ausbildung in der Altenpflegehilfe seien bislang jährlich etwa 600 Plätze für Schülerinnen und Schüler durch das Land gefördert worden, so der Minister weiter.

Ausbildungsvergütung

"Außerdem bekommen zukünftig alle Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung, was bislang in der Altenpflegehilfeausbildung nicht selbstverständlich war."

Nach der Pflegefachassistenzausbildung bestehe zudem die Möglichkeit, in eine dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann einzusteigen und diese um bis zu ein Jahr zu verkürzen.
 
Das Land fördert den Schulplatz von Auszubildenden, die ihre praktische Ausbildung im Bereich der Altenhilfe ableisten, um eine bedarfsgerechte Ausbildung in der neuen Pflegefachassistenz zu gewährleisten. Dazu erhalten Pflegeschulen einen pauschalierten Festbetrag je Auszubildender oder Auszubildendem in Höhe von bis zu 585 Euro pro Monat. Dies soll unabhängig von der Trägerschaft der Pflegeschule in ganz Nordrhein-Westfalen gelten.

Auszubildende, die ihren Ausbildungsvertrag mit einem Krankenhausträger abgeschlossen haben, werden nach Ministeriumsangaben wie bisher über das Krankenhausfinanzierungsgesetz refinanziert. 

Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Pflegehilfs- und -assistenzausbildung haben die Autorinnen Janet Cordes, Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck im Beitrag "Pflegeassistenzausbildung auf dem Prüfstand – Anforderungen an eine Reform" in Die Schwester | Der Pfleger 7/2021 zusammengestellt. 

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