Die Katholische Hochschule Freiburg setzt in der Pflegeausbildung künftig Virtual-Reality-Technologie (VR) ein. Wie die Hochschule am Dienstag mitgeteilt hat, sollen Pflegestudierende mithilfe von VR-Brillen pflegerische Handlungsabläufe und Notfallsituationen in einer virtuellen Umgebung trainieren.
Nach Angaben der Hochschule können Lernende dabei unter anderem Vitalwerte erheben, auf akute Zustandsveränderungen von Patientinnen und Patienten reagieren und Abläufe im Team üben. Die Simulationen sollen reale Versorgungssituationen abbilden und mehrfach wiederholbar sein.
"VR-Lernen ist eine tolle neue Chance für das Lernen in der Pflege, die noch viel zu wenig genutzt wird", sagte Hauke Schuhmann vom Skills-Lab Pflege an der Hochschule.
Virtual Reality simuliert Pflegesituationen
Mithilfe der VR-Technologie können laut Hochschule Szenarien dargestellt werden, die sich in der Lehre bislang nur eingeschränkt simulieren lassen. Die Studierenden bewegen sich dabei in einer digitalen Pflegeumgebung und treffen Entscheidungen wie in realen Versorgungssituationen.
"Durch das einfache Aufsetzen der Brille können Wirklichkeiten nachgebildet werden, die sonst nur sehr schwer für Simulationen zugänglich sind", so Schuhmann.
Pflegestudierende lernen gemeinsam im virtuellen Raum
Die eingesetzte Simulationssoftware ermöglicht es laut Hochschule zudem, Lehrveranstaltungen gemeinsam zu gestalten. Lehrende und Kommilitoninnen beziehungsweise Kommilitonen können die Übung verfolgen und im Anschluss auswerten.
"Verschränkt mit gutem, begleiteten Lernen in der Praxis in wirklichen Feldern der Pflege entstehen ganz neue Möglichkeiten", so Schuhmann.
VR-Technologie wird Teil der Pflegelehre
Die Katholische Hochschule Freiburg will die virtuelle Simulation nach eigenen Angaben dauerhaft in die Pflegelehre integrieren. Die Technologie soll sowohl im Pflegestudium als auch in der Qualifizierung von Berufspädagoginnen und Berufspädagogen eingesetzt werden.
"Das angeleitete Eintauchen in die virtuelle Welt ist eine weitere wichtige Lernform, die es ermöglicht, wissenschaftliches Wissen direkt in die Anwendung zu bringen", sagte Schuhmann.