• News
Kampagne "Pflege ist safe"

Niedersachsen startet Kampagne für Pflegeausbildung

"Pflege ist safe": Niedersachsen wirbt für Pflegeausbildung

Mit einer landesweiten Kampagne will Niedersachsen mehr junge Menschen für eine Pflegeausbildung gewinnen und dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken. Die Initiative "Pflege ist safe" setzt vor allem auf Social Media und soll Interesse an Pflegeberufen wecken. Das teilte das niedersächsische Sozialministerium am Mittwoch mit.

Die Kampagne wird von der Stiftung "Zukunft der Altenpflegeausbildung" mit mehr als einer Million Euro finanziert und von Partnern der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) unterstützt. 

Pflegeberufe sollen sichtbarer werden

Nach Angaben des Ministeriums richtet sich die Kampagne insbesondere an junge Menschen. Über Plattformen wie Instagram, TikTok und Facebook sollen Einblicke in den Pflegealltag vermittelt und verbreitete Vorurteile über Pflegeberufe aufgegriffen werden.

Die zentrale Botschaft "Pflege ist safe" soll dabei die beruflichen Perspektiven und die Krisensicherheit des Berufsfelds hervorheben.

"Mit der Kampagne möchten wir deutlich machen, dass Pflegeberufe nicht nur eine sinnstiftende Tätigkeit zum Wohle anderer Menschen bieten, sondern zugleich attraktive Ausbildungsvergütungen, vielfältige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie eine hohe berufliche Sicherheit", sagte Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi (SPD).

Erste Reichweitenzahlen nach Kampagnenstart

Die Kampagne läuft seit 31. August. Nach Angaben des Ministeriums wurden in den ersten vier Wochen rund 15,8 Millionen Impressionen erzielt und etwa fünf Millionen Menschen erreicht. Das entspreche rund 63 Prozent der Bevölkerung Niedersachsens.

Die begleitende Website verzeichnete demnach rund 30.000 Besucherinnen und Besucher. Zudem seien erste Anfragen zu Ausbildungsplätzen eingegangen. Bis Ende Oktober sollen die Anzeigen weiter ausgespielt werden. Eine zweite Kampagnenphase ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Befragung zeigt Vorbehalte gegenüber Pflegeberufen

Eine vom Ministerium angeführte und unmittelbar vor dem Start der Kampagne durchgeführtge Befragung mit rund 470 Teilnehmenden zeigt zugleich bestehende Vorbehalte gegenüber einer Tätigkeit in der Pflege. Zwar gaben 54 Prozent an, grundsätzlich offen für einen Pflegeberuf zu sein. Gleichzeitig verbanden 76 Prozent die Pflege mit schlechter Bezahlung, 73 Prozent mit belastendem Schichtdienst und 64 Prozent mit hoher psychischer Belastung. Rund 39 Prozent sahen fehlende Aufstiegsmöglichkeiten.

Die Berufe in der Pflege seien in vielerlei Hinsicht "safe". Das wolle man den Auszubildenden von morgen vermitteln, damit sie eine bewusste Entscheidung für eine Tätigkeit in der Pflege treffen könnten, heißt es aus dem Ministerium.

Die Stiftung "Zukunft der Altenpflegeausbildung" wurde 2012 durch ein Landesgesetz gegründet. Ihr Auftrag ist es, Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Pflege zu fördern.

Newsletter abonnieren

  • 2x wöchentlich News erhalten
  • garantiert kostenlos, informativ und kompakt

Bedingungen für Newsletterversand
Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons "Anmelden" erkläre ich mich damit einverstanden, dass der Bibliomed-Verlag mir regelmäßig pflegerelevante News aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusendet. Dieser Newsletter kann werbliche Informationen beinhalten. Die E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben. Meine Einwilligung kann ich jederzeit per Mail an info(at)bibliomed.de gegenüber dem Bibliomed-Verlag widerrufen.