Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) stellt nach dem Konkurs des Dachverbands "alliance care" die Weichen für die Zukunft neu. Wie der Verband mitteilt, hat der Vorstand die nächsten Schritte festgelegt, um die Handlungsfähigkeit des SBK sicherzustellen. Demnach bleibt der Verband sowohl inhaltlich als auch finanziell uneingeschränkt arbeitsfähig.
Künftig werde der SBK Aufgaben, die bislang an "alliance care" übertragen waren, wieder in eigener Verantwortung wahrnehmen.
Andrea Erni übernimmt Geschäftsführung vorübergehend
Auch die operative Führung des SBK wurde neu geregelt. Der Vorstand habe Andrea Erni mit sofortiger Wirkung zur Interims-Geschäftsleiterin ernannt. Die diplomierte Pflegefachfrau mit Erfahrung in den Bereichen Unternehmensentwicklung und Führung und solle den Verband durch die Übergangsphase begleiten. Über die langfristige strategische Ausrichtung des SBK wolle der Vorstand Anfang des kommenden Jahres entscheiden.
Gleichzeitig stellte der Verband Berichte Schweizer Medien zum Konkurs von "alliance care" richtig. Demnach prüfe der SBK keine juristischen Schritte gegen die bisherige Geschäftsführerin Yvonne Ribi. Entsprechende Darstellungen seien unzutreffend. Mögliche rechtliche Schritte würden vielmehr gegenüber der Beratungsfirma geprüft, die beim Aufbau von "alliance care" beigezogen worden war.
Der SBK betonte zudem, dass Yvonne Ribi nicht zurückgetreten sei, sondern für die neue Betriebsorganisation des Verbands nicht mehr zur Verfügung stehe. Zugleich würdigte der Vorstand ihren langjährigen Einsatz für die berufspolitische Interessenvertretung der Pflegefachpersonen in der Schweiz.
Für Mitglieder soll sich zunächst nichts ändern
Für die Mitglieder werde sich durch die Veränderungen zunächst nichts ändern. Der SBK werde seine Aufgaben weiterhin uneingeschränkt wahrnehmen. Zudem kündigte der Verband an, die Mitglieder transparent über die weiteren Entwicklungen und anstehende Entscheidungen zu informieren.