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Stationäre Langzeitpflege

Diagnostik-Lkw soll Klinikaufenthalte vermeiden

Dieser LKW vollgepackt mit Hightech-Diagnostik soll künftig Pflegeheime im Saarland anfahren. Am 3. Juni 2026 wurde er offiziell an die Universität des Saaarlandes übergeben.

Ein mit medizinischer Hightech ausgestatteter Lkw soll künftig Pflegeheime im Saarland anfahren und Diagnostik direkt vor Ort ermöglichen. Ziel ist es, belastende Krankenhausaufenthalte für Bewohnerinnen und Bewohner zu reduzieren.

Das geht aus einer Pressemitteilung der Universität des Saarlands hervor. Demnach wurde das bundesweit einmalige Modellprojekt "DIKOM Diagnostik und Konsil im Pflegeheim mittels Mobiler Geriatrie Unit" mit mehr als acht Millionen Euro durch den Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert und nun erstmals öffentlich vorgestellt.

In saarländischen Pflegeheimen leben rund 14.000 Menschen, häufig mit eingeschränkter Mobilität oder Demenz. Bei gesundheitlichen Problemen werden sie bislang häufig für Diagnostik stationär aufgenommen. Der Transport und die ungewohnte Umgebung gelten als belastend für die Betroffenen.

Mobile Diagnostik mit Klinikstandard

Das neu entwickelte Fahrzeug ist mit Computertomograph, Röntgen- und Ultraschallgeräten sowie EEG- und EKG-Technik ausgestattet. Auch ein Labor gehört zur mobilen Einheit. Die Ausstattung entspricht laut Projekt den Möglichkeiten einer klinischen Notaufnahme.

Untersuchungen werden von Fachärzten sowie medizinisch-technischem Personal begleitet. Die erhobenen Daten werden telemedizinisch an Spezialisten übermittelt und ausgewertet. "Diese Experten werten die Befunde aus und stellen sie zeitnah den überweisenden Hausärzten und den Pflegeteams in den Heimen zur Verfügung, damit diese ihre Patienten in vertrauter Umgebung weiter versorgen können", erläutert Projektleiter Klaus Faßbender.

Entlastung für Pflege und Kliniken

Mit dem Konzept sollen sowohl Pflegeheime als auch Krankenhäuser entlastet werden. Gleichzeitig soll die Versorgung näher an den Wohnort der Pflegebedürftigen rücken. In der zunächst dreijährigen Modellphase sollen rund 4.000 Bewohnerinnen und Bewohner aus etwa 50 Einrichtungen von der mobilen Diagnostik profitieren.

Die Einsätze werden wissenschaftlich begleitet, um den medizinischen und wirtschaftlichen Nutzen zu evaluieren. Ziel ist es, eine mögliche Überführung in die Regelversorgung zu prüfen.

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