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Infektionsschutz

Influenza-Impfung: Pflegequote bleibt niedrig

RKI: Impfquote bei Pflegepersonal weiterhin niedrig

Zu Beginn der Grippesaison werben Krankenhäuser für die Influenza-Impfung von Beschäftigten. Hintergrund sind weiterhin vergleichsweise niedrige Impfquoten unter Gesundheitspersonal: In der Saison 2024/25 ließen sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 56 Prozent der befragten Klinikbeschäftigten gegen Influenza impfen. Das geht aus der "OKaPII-Studie" des RKI hervor.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Influenza-Impfung unter anderem für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. 

Nach Angaben des Universitätsklinikums Dresden wurden in Deutschland während der Grippesaison 2025/26 mehr als 240.000 laborbestätigte Influenzafälle registriert. Rund 65.000 Erkrankte hätten demnach stationär behandelt werden müssen. Mehr als 2.000 Menschen mit laborbestätigter Influenza seien gestorben, die meisten von ihnen seien älter als 60 Jahre gewesen.

Pflegepersonal lässt sich seltener impfen

Die RKI-Studie zeigt, dass sich Beschäftigte in den verschiedenen Berufsgruppen unterschiedlich häufig gegen Influenza impfen lassen. Die Impfquote des ärztlichen Dienstes sei in der Saison 2024/25 "wie in den Jahren zuvor immer noch deutlich höher als die des Pflegepersonals" gewesen. 

Als wichtige Faktoren für die Impfentscheidung nennt das RKI das Vertrauen in die Sicherheit der Impfung sowie den Wunsch, andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Gleichzeitig bestehen laut Studie weiterhin Wissenslücken und Unsicherheiten rund um die Influenza-Impfung.

"Wir freuen uns über eine möglichst hohe Anzahl an Mitarbeitenden, die sich impfen lassen. Dabei geht es nicht nur um den eigenen Schutz. Wir müssen auf die Menschen, die wir versorgen sowie die Risikogruppen in unserem persönlichen Umfeld besonders achten. Es gilt, Infektionswege zu unterbrechen", sagte der Pflegedirektor des Universitätsklinikums Dresden, Mirko Radloff.

Wie wirksam ist eine hohe Impfquote im Krankenhaus wirklich?

Internationale Studien zeigen: Lassen sich Beschäftigte konsequent gegen Influenza impfen, können Übertragungen, Krankheitsausfälle und sogar Todesfälle bei besonders gefährdeten Patientinnen und Patienten deutlich reduziert werden. Welche Maßnahmen neben der Impfung nachweislich zum Schutz beitragen und warum die Händehygiene weiterhin eine Schlüsselrolle spielt, erläutert Fachjournalist Hardy-Thorsten Panknin in seinem aktuellen Beitrag in der Oktober-Ausgabe.  

--> Jetzt den vollständigen Beitrag im Heft 10/2026 lesen

Schutz für vulnerable Patientengruppen

Die stellvertretende Pflegedirektorin Bärbel Hebert ergänzte: "Als Pflegende wissen wir, welche Folgen die Influenza für Patientinnen und Patienten hat. Vor allem ältere Menschen sowie chronisch Kranke gilt es zu schützen. Wer täglich Menschen versorgt, die besonders auf Schutz angewiesen sind, kann mit der Grippeschutzimpfung einen zusätzlichen Beitrag zum Infektionsschutz leisten – für sich selbst, für die Patientinnen und Patienten und für das gesamte Team."

Vor diesem Hintergrund starten zahlreiche Gesundheitseinrichtungen zu Beginn der Grippesaison interne Impfkampagnen. So bietet auch das Universitätsklinikum Dresden die Impfung direkt auf Stationen, in Ambulanzen und Verwaltungsbereichen an.

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