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Daten zur Corona-Pandemie

"Impfradar" für Pflegeheime entsteht

Valide Zahlen insbesondere zur Impfsituation in Pflegeheimen fehlen. Ein bundesweites System ähnlichem einem "Impfradar" soll das ändern.

Valide Zahlen insbesondere zur Impfsituation in Pflegeheimen fehlen. Das soll sich ändern. Die am Freitag beschlossenen Änderungen zum Infektionsschutzgesetz sehen u. a. ein bundesweites System als eine Art "Impfradar" vor, das die Heime zur monatlichen Dokumentation des Impfstatus der Bewohnerinnen und Bewohner verpflichtet.

Fehlende Daten erschweren Aussage über Entwicklung der Pandemie

Noch in der Vorwoche hatte das bayerische Gesundheitsministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) das Fehlen von Daten über die Entwicklung der Pandemie kritisiert.

Zwar geht das Ministerium davon aus, dass zum Stichtag 1. November 87 % der geschätzt 127.000 bayerischen Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner zweimal geimpft waren. Darüber hinaus hätten die staatlichen Impfzentren bis 3. Dezember insgesamt 63.827 Auffrischungsimpfungen für Bewohnerinnen und Bewohner gemeldet.

Allerdings impften auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in den Heimen.

"Eine genaue Quote kann jedoch nicht angegeben werden, da die Zahl der Auffrischungsimpfungen durch Ärzte nicht bekannt ist, da die Eigenschaft als Heimbewohner bei der Impfdokumentation nicht gesondert erfasst wird und auch im Übrigen bisher keine Meldepflicht der Ärzte oder Einrichtungen besteht."

Bleibt abzuwarten, ob das Impfradar zeitnah die erhoffte Wirkung zeigt. Denn: Bundesweit kommt es aktuell nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittel (LGL) "zum Teil zu erheblichen Meldeverzügen, was sich auch auf Angaben zum Impfstatus auswirkt".

Datenqualität "unvollständig"

Wie hoch der Anteil der Sterbefälle unter den Corona-Intensivpatientinnen und -patienten ist, kann laut LGL aktuell ebenfalls nicht berechnet werden. Ein zuständiger Sprecher sagte auf dpa-Anfrage:

"Insbesondere auch die Datenqualität zur Intensivpflichtigkeit gemeldeter Fälle ist unvollständig und kann aus technischen Gründen nicht auf Vollständigkeit geprüft werden."

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