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Impfung gegen SARS-CoV-2

Immer mehr Pflegende wollen sich impfen lassen

Mehr als 75 % der auf Intensivstationen Tätigen aus Pflege und Ärzteschaft wollen sich gegen SARS-CoV-2 impfen lassen.

Die Impfbereitschaft unter Pflegenden sowie Ärztinnen und Ärzten, die v. a. auf Intensivstationen tätig sind, ist zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 von 65 % auf über 75 % gestiegen. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sowie der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN) unter 3.501 Personen.

DIVI-Past-Präsident Uwe Janssens sagte am Donnerstag:

"Die Impfbereitschaft ist insbesondere im Vergleich zur Influenza als sehr hoch einzustufen. Der Beginn der Impfung hat dazu geführt, dass die Bereitschaft noch weiter gestiegen ist."

Vor allem junge Frauen in der Pflege zögern noch

Allerdings zeigten die Ergebnisse auch, dass v. a. junge Frauen in der Pflege noch zögerten und skeptisch seien oder eine Corona-Impfung sogar ablehnten.

"Hier müssen wir mit aller Entschiedenheit und mit einer Stimme Fehlinformationen über Wirksamkeit und Entwicklung der verfügbaren Impfstoffe richtigstellen sowie Sachlichkeit in die aktuell kontrovers geführte Debatte durch präzise und transparente Information einbringen!"

Teilweise bestünden noch Zweifel an der Sicherheit der Impfung, insbesondere im Langzeitverlauf. Diese Zweifel gelte es auszuräumen, ergänzte DGIIN-Präsident, Christian Karagiannidis.

Wirksam und sicher – Warum die Corona-Impfung wichtig ist

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Das medizinische Personal habe eine wichtige Vorbildfunktion für die Bevölkerung.

"Hier ist die Impfung der 30- bis 65-Jährigen ganz besonders wichtig, um die pandemische Lage zu beenden."

Skepsis gegenüber AstraZeneca schürt generelle Zweifel

Nach Angaben von DIVI und DGIIN schlägt sich in den aktuellen Ergebnissen die "aktuell sehr öffentlich und polarisierend geführte Diskussion um die Wirksamkeit" der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe nieder, aber auch um die Nebenwirkungen.

Nur 27 % der Befragten wollten sich mit dem Präparat der Firma AstraZeneca impfen lassen, 34 % waren sich unsicher und 38 % votierten gegen eine Impfung mit diesem Impfstoff. Immerhin 66 % der Befragten würden eine freie Wahl des Impfstoffs bevorzugen, nur für 24 % war eine freie Impfstoffwahl unerheblich.

Impfung wichtig zur Eindämmung der Pandemie

Im Vergleich zu einer ähnlichen Befragung aus Dezember 2020 schätzten die Studienteilnehmenden im Februar 2021 die Impfung allerdings häufiger als wichtig zur Eindämmung der Corona-Pandemie ein. Janssens ist überzeugt:

"Die Einschätzung zur Bedeutung der Impfung zeigte eine eindeutige Zunahme der Zustimmung zwischen Dezember und Februar von 85 % auf 92 %. Die Skepsis gegenüber einer Impfung ist vor allem bei jüngeren, weiblichen Pflegekräften vorhanden. Hier müssen wir ansetzen."

Transparente Aufklärung zur Erhöhung der Impfbereitschaft nötig

Eine bedeutsame Schwachstelle zur nachhaltigen Umsetzung einer möglichst umfassenden Durchimpfung der Bevölkerung sei derzeit in der Skepsis gegenüber dem Impfstoff der Firma AstraZeneca zu sehen.

Der offene interprofessionelle Austausch unter den Berufsgruppen sei jetzt essenziell und erhöhe neben der Transparenz der Informationen auch den gemeinsamen Wissensstand.

"Nur so kann das Vertrauen der Pflegekräfte und Mediziner in die Wirksamkeit und Verträglichkeit aller Impfstoffe gestärkt und die Impfbereitschaft maximiert werden – und dadurch auch nachhaltig in der Bevölkerung."

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