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Aktion "Gewaltfrei Pflegen"

Gewalt in der Pflege aus Tabuzone holen

Mit Schulungen und Handbüchern will die AOK helfen, wie sich Gewaltereignisse in der professionellen Pflege vermeiden lassen.

Die AOK hat gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus der Pflegebranche und Pflegeverbänden die Aktion "Gewaltfrei Pflegen" ins Leben gerufen. Ziel sei, das Thema Gewalt in der Pflege aus der Tabuzone zu holen, beschrieb die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, in der Vorwoche.

Gewalterfahrungen in der professionellen Pflege keine Einzelfälle

In den kommenden 3 Monaten will die AOK über das Thema aufklären, Hilfsangebote und Anlaufstellen vorstellen, erfolgreiche Konzepte und Ansätze aus der Pflegepraxis präsentieren sowie Präventionsmöglichkeiten aufzeigen.

Gewalterfahrungen seien sowohl in der professionellen als auch häuslichen Pflege keine Einzelfälle. Rd. die Hälfte von 250 befragten Pflegedienstleitungen und Qualitätsbeauftragten habe angegeben, dass Konflikte, Aggression und Gewalt in der Pflege die stationären Einrichtungen vor "ganz besondere Herausforderungen" stellten, zitierte die AOK eine Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege. Doch weil viele Betroffene dazu neigten, das Thema zu bagatellisieren oder über ihre Erfahrungen aus Scham oder Angst zu schweigen, dringe wenig nach außen.

Auf die verschiedenen Formen von Gewalt aufmerksam machen

Reimann sagte:

"Viele Pflegebedürftige und Pflegepersonen fühlen sich bei Gewalterfahrungen allein gelassen. Sie wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. Viele schämen sich, Opfer oder Täter geworden zu sein. Deshalb ist der Beratungs- und Unterstützungsbedarf groß."

Die Gründe für Gewalthandlungen seien vielfältig. So könnten Unwissen, Überforderung, chronische Überlastung oder Hilflosigkeit Fehler verursachen und Konflikte hervorrufen.

Wenn Pflegende Opfer von Gewalt werden

Gewalttätige Übergriffe von Pflegenden gegenüber Patienten sind in ständiger Diskussion. Dass Gewalt jedoch auch von Patienten und Bewohnern ausgeht und sich gegen Pflegende richtet, wird kaum thematisiert. Kommt es zu solchen Handlungen, stellen sich zahlreiche juristische Fragen. Zum vollständigen Fachbeitrag für Abonnentinnen und Abonnenten. 

Ziel der Aktion sei deshalb auch, auf die verschiedenen Formen von Gewalt aufmerksam zu machen. Sie reichten von körperlicher über psychischer bis hin zu sexualisierter Gewalt. Auch seelischer Druck, Diskriminierung, Einschränkungen von persönlicher Freiheit und des freien Willens sowie Vernachlässigung zählten dazu.

Mit Informationen, Schulungen und Handbüchern will die Krankenkasse jetzt helfen, wie sich Gewaltereignisse und daraus resultierende gesundheitliche Folgen in der professionellen Pflege vermeiden lassen.

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