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Qualität in der Pflege

"Expertenstandards als Hilfestellung verstehen"

Nicht die Umsetzung der Expertenstandards, sondern die Lösung der Qualitätsprobleme in der Pflege ist entscheidend, sagt Andreas Büscher.

Seit 2 Jahrzehnten haben Expertenstandards haben in der Pflege einen festen Stellenwert, doch sie sind auch umstritten. Kritik an Expertenstandards nehme das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) "sehr ernst", sagt der Wissenschaftliche Leiter des DNQP, Andreas Büscher.

"Wenig anfangen" könne er mit "pauschalisierten Äußerungen", etwa, dass Expertenstandards verantwortlich für überbordende Dokumentation seien oder die Implementierung grundsätzlich zu aufwendig sei. "Das ist in dieser Form schlicht nicht richtig, und wenn man mal etwas genauer fragt, dann stellt sich oft heraus, dass Entscheidungen getroffen werden, die Aufwand verursachen, aber durch die Expertenstandards nicht empfohlen werden", so Büscher.

E-Book: Expertenstandards in der Pflege

Das vollständige Interview mit Andreas Büscher lesen Sie in dem neuen E-Book "Expertenstandards in der Pflege". Auf 74 Seiten enthält es geballtes Expertenwissen der Leitenden und Mitglieder der DNQP-Expertengruppen.

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Nachvollziehen könne er hingegen die "von außen wahrgenommene Verpflichtung", Expertenstandards anwenden und umsetzen zu müssen. Dies empfänden viele als Belastung angesichts der ohnehin schon immensen Arbeitsverdichtung. Das DNQP versuche dieser Kritik dadurch zu begegnen, die oft eher technisch verstandene Diskussion, wie ein Expertenstandard umzusetzen sei, zu einer inhaltlichen zu machen und zu fragen, wie Einrichtungen dazu beitrügen, dass etwa kein Dekubitus entstände.

"Entscheidend ist, die Qualitätsprobleme zu lösen"

Büscher plädiert dafür, Expertenstandards als "Hilfestellung bei bestehenden Qualitätsproblemen" wahrzunehmen. "Die Fragen zum Dekubitus, zu Schmerzen, zu Menschen mit Demenz und zu anderem stellen sich ja vollkommen unabhängig davon, ob es Expertenstandards dazu gibt", sagt der Professor für Pflegewissenschaft an der Hochschule Osnabrück. Diese Fragen seien allgegenwärtig und verlangten aktives Handeln der Pflegenden. Es sei nicht entscheidend, ob Expertenstandards umgesetzt, sondern dass die Qualitätsprobleme gelöst würden. Büscher: "Meiner Meinung nach geht das mit Expertenstandards besser, wenn es aber jemand ohne Expertenstandards schafft, ist das genauso gut."

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