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Miniserie zur neuen Pflegeausbildung

"Ehrenpflegas" kommen nicht gut an

Miniserie "Ehrenpflegas" des Bundesfamilienministeriums stößt bei Pflegenden auf heftige Kritik.
Miniserie "Ehrenpflegas" des Bundesfamilienministeriums stößt bei Pflegenden auf heftige Kritik.

Unterhaltsam und unkonventionell sollte sie sein, die 5-teilige Miniserie "Ehrenpflegas" des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ), die Jugendliche für den Pflegeberuf und die neue Pflegeausbildung begeistern soll. Am Montag war Premiere u. a. auf dem YouTube-Kanal des BMFSFJ.

Mit der Miniserie will die zuständige Ministerin Franziska Giffey (SPD) die Jugendlichen "in ihrer Lebenswelt abholen und genau dort erreichen, wo sie sich Informationen holen: in den sozialen Netzwerken". Angesprochen werden sollen auch Menschen mit dem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung. "Nur so können wir dem Fachkräftemangel in dieser Branche begegnen", so Giffey weiter.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) sieht den Ansatz allerdings deutlich verfehlt und distanziert sich ausdrücklich von der Darstellung des Pflegeberufs und der Pflegeausbildung in den Videos. Sie verletzten "Selbstverständnis, Ethos und Pflegefachlichkeit der Berufsgruppe", betonte der DBfK am Dienstag.

Pflege nicht realistisch dargestellt

Dass mit einer bewusst jugendlich gehaltenen Herangehensweise v. a. eine Zielgruppe angesprochen werden solle, der es noch an Aufmerksamkeit für den Beruf fehle, könne nicht als Rechtfertigung dafür herhalten, alle anderen Vertreterinnen und Vertreter der Berufsgruppe zu verprellen. Wichtig sei, den Beruf realistisch darzustellen. Das leiste die Serie nicht.

Die klischeehafte Überzeichnung in der Online-Serie spiegele allenfalls die Vorurteile der Macherinnen und Macher wieder.

Pflege nicht in Umsetzung einbezogen

Deutliche Kritik findet der DBfK auch an dem Umstand, dass keine der die Pflegeberufe vertretenden Organisationen in die Pläne der Serie, deren Vorbereitung oder Realisierung einbezogen worden seien.

"Pflege ist ein anspruchsvolles Handlungsfeld, für das es Kompetenzen und Fähigkeiten braucht. Niemand stolpert zufällig in eine Pflegeausbildung", wie es der Beginn der Serie vermittele.

Auch das Bündnis Junge Ärzte distanzierte sich via Twitter "von dieser Darstellung der Pflege". "Wir wollen in einem professionellen (!!), interdisziplinären Team #nurMITeinander arbeiten", hieß es dort am Dienstag.

Online-Serie im "Fack ju Göhte"-Stil

Die 5 Folgen von je etwa 6 Minuten Länge sind von Constantin Entertainment produziert im "Fack ju Göhte"-Stil. Erzählt wird die fiktive Geschichte von 3 Jugendlichen, die die neue generalistische Pflegeausbildung beginnen.

Die Hauptrollen sind besetzt mit den Netflix-Sternchen Lena Klenke und Danilo Kamperidis, bekannt aus der Serie "How to Sell Drugs Online (Fast)", sowie Lisa Vicari aus "Dark".

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