Vergangenen Mittwoch gab die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), ihren Rücktritt nach elf Jahren im Amt bekannt. Ihre Kraft reiche nicht mehr für die Herausforderungen und Anstrengungen, die mit diesem Amt verbunden seien.
Der Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Markus Mai, würdigte Dreyers "Entschlossenheit, die Pflege in Rheinland-Pfalz entscheidend voranzubringen".
Mai betonte die Gründung der Landespflegekammer, als erste Pflegekammer Deutschlands. Diesen wichtigen Schritt für die Profession Pflege habe sie bereits zuvor als Sozialministerin mit auf den Weg gebracht.
Eine stärkere Stimme für die Pflege
"Malu Dreyer hat durch ihre Unterstützung und Förderung der Pflegekammer einen entscheidenden Beitrag für den Pflegeberuf geleistet. Dank ihr ist die Pflege in Rheinland-Pfalz nun ein Heilberuf und kein Hilfsberuf mehr", betonte Mai und sagte weiter: "Ihr Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Pflege eine stärkere Stimme und mehr Gewicht in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion erhalten hat. Dafür wurde ihr im Jahre 2015 auch der Deutsche Pflegepreis durch den Deutschen Pflegerat verliehen."
Auch der Vorsitzende der Landesgruppe Rheinland-Pfalz des Bundesverbandes Pflegemanagement und Mitglied des Bundesvorstandes, Hans-Josef Börsch, betonte Dreyers "Einsatz für die Pflege und die professionell Pflegenden".
Die scheidende Ministerpräsidentin habe transparent und deutlich gemacht, dass sich eine gute gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung nur mit einer starken Pflege sicherstellen lasse. Ihr Wirken habe mit dazu beigetragen, dass "nicht mehr über, sondern mit der Pflege" gesprochen werde.