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Medizinische Schutzausrüstung

DKG warnt vor Lieferengpässen

Die DKG warnt vor drohenden Engpässen bei Einmalhandschuhen, Schutzausrüstung und weiteren für den Krankenhausbetrieb unverzichtbaren Produkten.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat vor drohenden Engpässen bei Einmalhandschuhen, Schutzausrüstung und weiteren für den Krankenhausbetrieb unverzichtbaren Produkten gewarnt. Hintergrund sind unterbrochene internationale Lieferketten infolge des Kriegs im Iran.

Besonders betroffen seien derzeit Hersteller medizinischer Schutzausrüstung in Ostasien. Viele von ihnen nehmen nach Angaben der DKG keine neuen Bestellungen mehr an, da es an wichtigen erdölbasierten Vorprodukten wie Naphtha und Ethylen fehlt, die für die Herstellung zahlreicher Kunststofferzeugnisse benötigt werden. Neben Kunststoffprodukten zeichneten sich auch Probleme bei anderen Materialien ab. So gebe es Warnsignale bei der Versorgung mit Helium, das vor allem zur Kühlung medizinischer Großgeräte wie MRT-Scanner eingesetzt wird. Helium gelte grundsätzlich als knappes Gut; die gestörten Lieferketten verschärften die Lage zusätzlich.

Drohende Preissteigerungen und Lieferausfälle

Noch seien die Auswirkungen in den Kliniken nicht unmittelbar spürbar. Dies liege vor allem an der Vorratshaltung der Krankenhäuser sowie an bestehenden Lagerbeständen des Handels. Sollte sich die politische Situation jedoch nicht bald entspannen, müssten die Kliniken mit erheblichen Preissteigerungen oder sogar mit Lieferausfällen rechnen. Das träfe die Häuser in einer Phase ohnehin großer wirtschaftlicher Unsicherheit.

Zugleich kritisierte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, Henriette Neumeyer, dass politische Lehren aus den Lieferengpässen während der Corona-Pandemie bislang nicht ausreichend umgesetzt worden seien. Weder eine Nationale Reserve Gesundheitsschutz noch eine relevante europäische Produktion von Schutzausrüstung und medizinischen Verbrauchsgütern existierten bislang.

Zwar könnten bekannte Engpässe, etwa bei Einmalhandschuhen, teilweise durch verstärkte Desinfektion und Handhygiene abgefedert werden. Dennoch müsse die Politik jetzt handeln, um eine erneute Versorgungskrise wie im Jahr 2020 zu verhindern. Damalige Preissteigerungen könnten die Krankenhäuser unter den heutigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht noch einmal auffangen.

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