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InEK veröffentlicht Pflegepersonalquotienten

DKG kritisiert Scheintransparenz und fordert erneut PPR 2.0

Deutsche Krankenhausgesellschaft erklärt Pflegepersonalquotienten des InEK für unbrauchbar.

Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat in dieser Woche den ermittelten Pflegepersonalquotienten pro Krankenhaus veröffentlicht. Dieser beschreibt das Verhältnis der Zahl der Vollzeitkräfte des Pflegepersonals in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen zum Pflegeaufwand eines Krankenhauses. Damit soll transparent werden, ob eine Klinik gemessen an ihrem Pflegeaufwand viel oder wenig Pflegepersonal einsetzt. 

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) spricht dem Instrument indes "jede Aussagekraft" ab. In einer Pressemitteilung von Mittwoch sagte deren Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß:

"Die Veröffentlichung schafft keine Transparenz, vielmehr verzerrt sie und verursacht falsche Interpretationen."

Der Verband hält das Instrument in Gänze für ungeeignet, eine angemessene Pflegepersonalausstattung von Krankenhäusern nachzuweisen.

Grundlage für dessen Ermittlung im Jahr 2021 sind die von den Krankenhäusern an das InEK übermittelten Daten nach § 21 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) des Datenjahrs 2020. Die unterschiedlich starken Fallzahlrückgänge in den Krankenhäusern infolge der Corona-Pandemie machten die Pflegepersonalquotienten allerdings nur beschränkt aussagekräftig, teilte das InEK auf seiner Website mit.

Da die Pflegepersonalkosten mittlerweile nicht mehr über die Fallpauschalen, sondern unabhängig davon anhand nachgewiesener Kosten finanziert würden, entbehre der Pflegepersonalquotient jeglicher Grundlage zur Bewertung einer angemessenen Pflegepersonalausstattung von Krankenhäusern, kritisierte die DKG. Gaß weiter:

"Der Pflegepersonalquotient ist genau wie die Pflegepersonaluntergrenzen ein Instrument einer nicht mehr nachvollziehbaren Überreglementierung und Bürokratisierung des Pflegepersonaleinsatzes im Krankenhaus." 

Der DKG-Vorstandsvorsitzende forderte erneut die Umsetzung des gemeinsam mit dem Deutschen Pflegerat und Verdi erarbeiteten Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument PPR 2.0. Das Konzept sei am tatsächlichen Versorgungsbedarf der Patientinnen und Patienten orientiert.

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