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Intensivpflege

DGIIN: Arbeitsbedingungen prekärer denn je

Die Sektion Pflege der DGIIN hat in einer Stellungnahme auf die "prekären" Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege hingewiesen.
Die Sektion Pflege der DGIIN hat in einer Stellungnahme auf die "prekären" Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege hingewiesen.

Die Sektion Pflege der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hat in einer aktuellen Stellungnahme auf die "prekären" Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege hingewiesen. Die Situation sei teils grenzwertig.

Zwar habe mit einem schnellen Aufbau an Bettenkapazitäten die notwendige intensivmedizinische Versorgung in der Corona-Krise bislang sichergestellt werden können. Dennoch hätten sich die Arbeitsbedingungen verschärft, die bereits vor der Pandemie "an der Grenze des Zumutbaren" gewesen seien, betonte der Sprecher der Sektion Pflege der DGIIN, Carsten Hermes, am Dienstag.

Pflegepersonal künftig besser schulen

In der Stellungnahme sind mangelnde Schutzausrüstung, der Einsatz von Personal in fremden Arbeitsbereichen ohne ausreichende Einarbeitungszeit und die unzureichende personelle Ausstattung an Kliniken als zentrale Herausforderungen genannt.

"Wichtig ist, für die nächste Krise vorzusorgen und Pflegepersonal, das nicht speziell für die Intensivpflege ausgebildet ist, entsprechend für Szenarien wie Pandemien zu schulen", verdeutlichte Hermes. Dafür seien praktische Workshops, Praxis- oder Gruppenanleitungen sowie Einarbeitungen auf Station im Normalbetrieb außerhalb von Krisenzeiten notwendig. So könne dieses Personal im Normalbetrieb jeweils ihren definierten Tätigkeiten nachgehen und dennoch bei Notfällen ad hoc rekrutiert werden.

Auch die im Rahmen der Corona-Pandemie ausgesetzten Pflegepersonaluntergrenzen sind für Hermes unverständlich. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege hätten in den vergangenen Jahren zu einer Jobflucht und damit zu Personalmangel geführt. Deshalb sei es wichtig, Mindeststandards auch in der Krise aufrecht zu halten. "Die Untergrenzen wurden in der Praxis schon häufig zu Obergrenzen, wenn nur das zwingend notwendige Personal eingesetzt wird – das ist eine alarmierende Entwicklung", so Hermes. Nach Ansicht des Sprechers muss dringend eine Personalbemessung erfolgen, die den reellen Pflegeaufwand abdecke.

Mit Blick auf die Rückkehr in einen Regelbetrieb nach der Krise sei es wichtig, dass Pflegefachpersonen in allen Bereichen der Entscheidungsfindung aktiv und sichtbar eingebunden würden. Dazu zähle u. a. die Beteiligung an der Entwicklung von Pandemieplänen, Leitlinien, Einsatzplänen und Präventionsmaßnahmen.

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