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Altenpflege

DBVA fordert Aussetzen der Qualitätsprüfungen

Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege fordert die Fortsetzung des Rettungsschirms und ein Aussetzen der Qualitätsprüfungen.

Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege (DBVA) hat die Fortsetzung des Rettungsschirms und ein Aussetzen der Qualitätsprüfungen in der Altenpflege gefordert. Denn die Folgen der Corona-Pandemie sowie steigende Energie- und Sachkosten befeuerten die personellen und wirtschaftlichen Zwangslagen in den Einrichtungen. Das provoziere Aufnahmestopps, regionale Unterversorgung und Schließungen von Pflegeeinrichtungen, teilte der DBVA in der Vorwoche mit.

Altenpflege 3-fach unter Druck

Die prekäre Situation werde jedoch politisch nicht gesehen, so die Kritik des Verbands, sonst hätten die Verantwortlichen nicht den Pflege-Rettungsschirm auslaufen lassen.

DBVA-Vorsitzende Ursula Hönigs sagte:

"Unsere engagierten Teams versuchen täglich das Unmögliche, aber wir arbeiten ins Bodenlose. Das Ringen um Lebensqualität, Würde, Selbstbestimmtheit, Haltung fordert seit zwei Jahren Kreativität, Energie und Kraft, die nicht ausreichend unterstützt werden."

In der Konsequenz würden immer mehr Mitarbeitende krank. Das wiederum erhöhe den Arbeitsdruck auf das verbliebene Kollegium in den Einrichtungen weiter.

Aktuell stehe die Altenpflege 3-fach unter Druck durch:

  • maximale personelle Belastungen,
  • bedrängende Nachfragen von überlasteten Angehörigen,
  • nicht refinanzierbare Kostensteigerungen.

Keine Erstattung der gestiegenen Kosten

Die Kostenexplosionen bewirkten mühsame und häufig nicht erfolgreiche Nachverhandlungen mit Kostenträgern. In vielen Fällen erstatteten Pflegekassen und Sozialhilfeträger die rasant gestiegenen Strom- und Gasabschläge nicht.

Auch fehle Personal aufgrund von Überlastung, Krankheit und Quarantäneanordnungen. Gleichzeitig jedoch forderten die Qualitätsprüfungen der Heimaufsichten und des Medizinischen Dienstes "Termine und Standards, die der Realität nicht entsprechen können".

Die stationären Altenpflegeeinrichtungen benötigten flexible Lösungen, nicht zuletzt auch bei den Qualitätsprüfungen. Zudem sei eine wirtschaftliche Absicherung unverzichtbar, um den Bestand der Pflegeeinrichtungen zu sichern. Der Rettungsschirm habe diese Probleme bislang auffangen können, falle nun aber weg.

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