• News
Finanzierung der Prämienzahlungen für Pflegende

BVAP schlägt Kostenteilung vor

Anerkennungsprämien könnten aus Steuerzuschüssen von Bund und Ländern sowie aus Mitteln der Kranken- und Pflegekassen finanziert werden.
Anerkennungsprämien könnten aus Steuerzuschüssen von Bund und Ländern sowie aus Mitteln der Kranken- und Pflegekassen finanziert werden.

Im Streit um die Finanzierung einer Anerkennungsprämie für Pflegende hat die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) den Vorschlag einer Kostenteilung ins Gespräch gebracht. Demnach solle der Bonus aus Steuerzuschüssen von Bund und Ländern sowie aus Mitteln der Kranken- und Pflegekassen finanziert werden. Das geht aus einer Mitteilung von Donnerstag hervor.

Die Höhe der Prämie solle sich dabei an den im BVAP-Tarifvertrag vorgeschlagenen einmalig zu zahlenden 1.500 Euro für Vollzeitbeschäftigte orientieren. Weitere Einzelheiten würden derzeit noch innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.

Aus Sicht der BVAP ist es weiterhin notwendig, dass die Liquidität vor Auszahlung der Prämie gesichert ist. Aufgrund der Coronakrise brächen vielen Pflegeanbietern Einnahmen weg.

"Die Anerkennung für Pflegekräfte ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Vor allem die freigemeinnützigen und kommunalen Pflegeanbieter verfügen nur über begrenzte Eigenmittel, da Überschüsse in die Hilfsangebote reinvestiert werden. Hier müssen wir eine tragfähige Lösung finden", sagte BVAP-Vorstandsmitglied Rüdiger Becker.

MAI: "DISKUSSIONEN SIND EINE FARCE"

Der Präsident der Pflegekammer Rheinland-Pfalz, Markus Mai, hat am Donnerstag deutliche Worte für die Diskussionen über die Finanzierung der Corona-Sonderprämie gefunden: Sie sei eine Farce.

"Wir betrachten es als reinen Zynismus, wenn man auf der einen Seite mehr Wertschätzung verspricht und sich auf der anderen nicht mal auf einen Minimalkonsens verständigen kann."

Besonders in Pandemie-Zeiten komme es zu einer Überlastung des Pflegepersonals. Dies müsse entsprechend honoriert werden, um nicht noch weitere Pflegefachpersonen nachhaltig zu demotivieren. "Wer sich noch immer über die Finanzierung der ohnehin schon viel zu niedrigen Prämien streitet, bewirkt damit jedoch das genaue Gegenteil", so Mai weiter. "Das ist nichts anderes als ein Armutszeugnis!"

Bereits während als auch nach der Krise müsse "zwingend" über neue Entscheidungsstrukturen im Gesundheitssystem nachgedacht werden. Insbesondere die Parität zwischen Kostenträgern und Leistungsträgern müsse zugunsten weiterer Interessenlagen deutlich infrage gestellt werden.

Anfang April forderte z. B. der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, während der Pandemie eine steuer- sowie sozialversicherungsbeitragsfreie Zulage von 75 Euro pro geleisteter Schicht für alle Pflegefachpersonen zu zahlen und das Einstiegsgehalt für Pflegende auf 4.000 Euro brutto zu erhöhen

DIE SCHWESTER | DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester | Der Pfleger 
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Zeitschriftencover

PflegenIntensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Zeitschriftencover

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten

Deutsches Pflegeblatt

halbjährlich

Hautnah dabei - das Magazin für alle Akteure in der Pflege an der Seite der Kammern, Berufsverbände und Politik 

DPB_01-2019-Titel.jpg

PKR Pflege- & Krankenhausrecht

6x jährlich

Einschlägige Gerichtsurteile, wichtige Entscheidungsgründe und Kommentierungen prägen die Inhalte dieser anerkannten Fachzeitschrift

Zeitschriftencover

f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus

12x jährlich

Deutschlands meistgelesene Fachzeitschrift für das Management im Krankenhaus 

Zeitschriftencover