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Entgeltatlas

Altenpflege: Medianlohn steigt auf 4.438 Euro

Medianlohn für Pflegefachkräfte in der Altenpflege steigt auf 4.438 Euro

Altenpflegefachkräfte haben 2025 in Deutschland ein Medianentgelt von 4.438 Euro pro Monat erzielt. Das sind 6,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit hervor. Der bpa Arbeitgeberverband bewertet diese Entwicklung zwar positiv, warnt jedoch gleichzeitig vor negativen Folgen aufgrund der geplanten Reformen.

Das Medianentgelt von Altenpflegefachkräften liegt weiterhin über dem Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Über alle Branchen hinweg betrug dieses 2025 laut Entgeltatlas 4.217 Euro monatlich und stieg um 5,1 Prozent. Pflegefachkräfte in der Altenpflege verdienten damit im Median 221 Euro mehr als der Durchschnitt aller Beschäftigten.

Regionale Unterschiede bleiben bestehen

Die höchsten Medianentgelte für Altenpflegefachkräfte wurden 2025 in Baden-Württemberg mit 4.614 Euro und in Hamburg mit 4.579 Euro registriert.

Am unteren Ende der Statistik lagen Mecklenburg-Vorpommern mit 4.277 Euro und Sachsen mit 4.188 Euro. Nach den Daten des Entgeltatlas liegt das Medianentgelt von Altenpflegefachkräften inzwischen in 15 von 16 Bundesländern über dem Medianentgelt aller Beschäftigten.

Löhne in zehn Jahren um 74 Prozent gestiegen

Nach Angaben des bpa Arbeitgeberverbands ist das Medianentgelt für Altenpflegefachkräfte innerhalb von zehn Jahren um 74 Prozent gestiegen. Im Jahr 2015 habe es noch deutlich unter dem Median aller Beschäftigten gelegen. Damals habe der Abstand minus 527 Euro betragen.

Mit Blick auf angekündigte Reformen der Pflegefinanzierung warnte der bpa Arbeitgeberverband allerdings vor möglichen Folgen für die Refinanzierung von Personalkosten. "Innerhalb von zehn Jahren sind die Medianlöhne der Altenpflegefachkräfte um 74 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung darf die Bundesregierung mit ihren Reformplänen jetzt nicht aufs Spiel setzen. Wer einerseits gute Löhne in der Pflege fordert, andererseits aber deren verlässliche Refinanzierung infrage stellt, handelt widersprüchlich", sagte der Präsident des bpa Arbeitgeberverbands, Rainer Brüderle, am Montag. "Wir brauchen eine Pflegereform, die faire Wettbewerbsbedingungen für alle Träger schafft und die Vielfalt unserer Versorgungslandschaft sichert. Private Pflegeanbieter tragen einen wesentlichen Teil der Versorgung in Deutschland. Sie dürfen gegenüber anderen Trägern nicht benachteiligt werden."

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