• News
Katastrophenschutz

Warum die Pflege in NRW für die Krisenprävention wichtig ist

In NRW sitzt die Profession Pflege künftig mit am Tisch, wenn es um Krisen- und Katastrophenprävention pflegebedürftiger Menschen geht.

Auf Initiative der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen (NRW) redet die Profession Pflege künftig im Fall von Krisen- und Katastrophenprävention mit. Hintergrund ist das Jahrhundert-Hochwassers in NRW und Rheinland-Pfalz vor drei Jahren. Die Rettung vieler Pflegebedürftiger sei damals nicht reibungslos verlaufen, weil keine der Hilfsorganisationen die Gruppe der häuslich versorgten Pflegebedürftigen auf seiner Liste gehabt habe, teilte die Pflegekammer am Freitag mit.

Aus der Initiative sei die dem Landesausschuss für Alter und Pflege untergeordnete "Arbeitsgruppe Versorgungssicherheit bei Krisen und Katastrophen" entstanden. "Es ist ein nicht zu unterschätzender Erfolg für die Pflege, dass wir bei dem wichtigen Thema Krisenschutz federführend mit am Tisch sitzen und eine Versorgungssicherheit von alten und pflegebedürftigen Menschen in Krisensituationen herbeiführen können", sagte Kammermitglied und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Josef Krückels.

Alle am Katastrophenschutz Beteiligte sensibilisieren

Die Arbeitsgruppe habe bereits Ende 2023 ihre Arbeit aufgenommen und werde in den nächsten Monaten erste Maßnahmen erarbeiten. "Es geht gar nicht darum, bestehende Strukturen zu verändern, sondern vor allem darum, alle am Katastrophenschutz beteiligten Kräfte dafür zu sensibilisieren, dass es häusliche Versorgungsstrukturen gibt und wie schnelle Hilfe möglich ist", so Krückels.

Krisensituationen seien nicht nur Hochwasserlagen, sondern zum Beispiel auch extreme Hitze, Stürme, Pandemien oder auch Bombenentschärfungen. Insbesondere im Fall von Evakuierungen sei es aktuell noch so, dass die Einsatzkräfte überall klingelten, um die mobilitätseingeschränkten Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern zu holen. Dabei wüssten die ambulanten Pflegeeinrichtungen vor Ort, wo die pflegebedürftigen Personen wohnten. Nicht selten hätten sie sogar einen Schlüssel zum Haus oder zur Wohnung. "Hier würde ich mir eine bessere Vernetzung wünschen. Wir können hier schnell und einfach helfen und uns im Nachgang um die Menschen kümmern. Auch daran werden wir als Arbeitsgruppe arbeiten."

Kostenloser Newsletter

  • 2x Wöchentlich News erhalten
  • garantiert kostenlos, informativ und kompakt
* Ich stimme den Bedingungen für den Newsletterversand zu. 

Bedingungen für Newsletterversand:

Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Anmelden“ erkläre ich mich damit einverstanden, dass der Bibliomed-Verlag mir regelmäßig pflegerelevante News aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusendet. Dieser Newsletter kann werbliche Informationen beinhalten. Die E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben. Meine Einwilligung kann ich jederzeit per Mail an info@bibliomed.de gegenüber dem Bibliomed-Verlag widerrufen.