Mit einem gemeinsamen Handbuch für die stationäre Hospizarbeit wollen Diakonie Deutschland, Caritasverband sowie Deutscher Hospiz- und Palliativverband die Begleitung sterbender Menschen verbessern. Der 74-seitige Leitfaden mit dem Titel "Qualität sorgsam gestalten" richtet sich an rund 240 Einrichtungen im Bundesgebiet.
Das Besondere: Erstmals ist ein Handbuch komplett in Frageform entwickelt worden.
"Aus jahrzehntelanger Erfahrung in der Hospizarbeit wissen wir, dass dies ganz maßgeblich für die Hospizarbeit ist. Es geht nicht darum, was andere denken, was am besten ist, sondern der sterbende Mensch muss vor allen anderen gehört werden", sagte Diakonievorstand für Sozialpolitik, Maria Loheide, Ende vergangener Woche in Berlin.
Die Fragen drehen sich um die direkte Begleitung und Versorgung der Hospizgäste, Grundlagen der Organisation, den Umgang mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, den gesellschaftlichen Auftrag der Einrichtungen sowie Verwaltungsfragen.
Gefragt wird etwa, anhand welcher Kriterien ethische Entscheidungen getroffen werden, wie die ethische Kompetenz der Palliativpflegenden gefördert wird oder auch welche Angebote für den Umgang mit physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Aspekten der Trauer existieren.