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Tarifvertrag Entlastung für Pflegende

Warnstreik am UKSH

Mehrere Hundert Beschäftigte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) befinden sich im Warnstreik für mehr Pflegepersonal.
Mehrere Hundert Beschäftigte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) befinden sich im Warnstreik für mehr Pflegepersonal.

Mehrere Hundert Beschäftigte des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) befinden sich seit Montag im Warnstreik. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi, die fordert, das Pflegepersonal deutlich aufzustocken. Das Klinikum hat bisher angeboten, 182 zusätzliche Mitarbeitende einzustellen. Aus Verdi-Sicht werden 420 benötigt, um eine angemessene Pflege gewährleisten zu können.

Die hohe Beteiligung an den Streiks sei "ein deutliches Signal an den Klinikvorstand, der bislang keinen ernsthaften Willen zeigt, zu einer Einigung über einen Tarifvertrag zur Entlastung des Personals zu kommen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Steffen Kühhirt am Dienstag.

Klinik bietet 182 mehr Stellen, Verdi fordert 420

Das UKSH brauche dringend mehr Personal, um Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, unter denen die Pflegenden nicht selbst krank würden, betonte Kühhirt. "Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie den UKSH-Vorstand zu einem Kurswechsel bewegt."

Der Warnstreik für einen Tarifvertrag für mehr Personal und Entlastung sei "Notwehr", solange es keine gesetzlichen Vorgaben für eine ausreichende Personalausstattung gebe.

PPR 2.0 als Lösung

Ein Konzept, das Verdi gemeinsam mit dem Deutschen Pflegerat und der Deutschen Krankenhausgesellschaft zur PPR 2.0entwickelt hat, liegt dem Gesundheitsministerium vor. Seit 2016 an der Charité – Universitätsmedizin Berlin der erste Tarifvertrag Entlastung vereinbart wurde, gibt es immer mehr Häuser, die sich mit der Gewerkschaft dahingehend verständigen. Erst am Montag hatte das Universitätsklinikum Jenaeine entsprechende Einigung mitgeteilt. Die Klinikleitung wies aber auch darauf hin, dass aufgrund des Fachkräftemangels kurzfristig nicht alle vereinbarten Stellen besetzt werden könnten.

Insgesamt haben nach Verdi-Angaben bundesweit mittlerweile 16 Großkliniken Vereinbarungen für mehr Personal und Entlastung unterzeichnet.

Update, 7. Februar: 
Am UKSH drot nun ein unbefristeter Streik. Am Donnerstagnachmittag erklärte Verdi die Verhandlungen für gescheitert und kündigte gleichzeitig eine Urabstimmung über den Streik an. Ob bis dahin weitere Warnstreiks folgen, werde in den nächsten Tagen entschieden. Der Klinikvorstand zeigte sich bestürzt und sei "fassungslos". In der sechsten Verhandlungsrunde haben sich die Fronten damit verhärtet.

Einen eigenen Tarifvertrag, wie von Verdi gefordert, könne das UKSH nicht abschließen. Schleswig-Holstein bekenne sich zum Flächentarifvertrag.

Am Montag, 10. Februar, will das UKSH nun mit den Personalräten eine Verständigung erzielen. "Wir wollen weiter mit den Personalvertretungen an einer konstruktiven Lösung arbeiten", teilte das Klinikum mit.

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