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Ambulante Pflege

AVG legt 6-Punkte-Sofortprogramm vor

Der AVG gibt Lösungsansätze für eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ambulanten Pflegeeinrichtungen.

Der Anbieterverband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen (AVG) hat in einem 6-Punkte-Sofortprogramm Lösungsansätze für eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen in ambulanten Pflegeeinrichtungen vorgelegt. Sie seien schnell und unkompliziert umsetzbar, teilte der AVG mit.

"Die ambulante Pflege und die dort arbeitenden Menschen stehen am Scheideweg. Wenn jetzt nicht reagiert wird, bricht die ambulante pflegerische Versorgung in den nächsten Monaten zusammen", mahnte AVG-Vorstandsmitglied Thomas Meißner.

Die 6 Punkte des Sofortprogramms gliedern sich in 2 Themenblöcke:

Pflege gerechter bezahlen

  1. Löhne kontinuierlich erhöhen
  2. Steuerfreibetrag einführen
  3. Zuschläge einführen
  4. Kostenträger in die Pflicht nehmen

Arbeitsbedingungen verbessern

 5. Kommunen entlasten
 6. Leasing abbauen

Ein derzeit diskutierter allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die Pflege solle nach Ansicht von Meißner allenfalls erst in einem zweiten Schritt in 5 – 7 Jahren umgesetzt werden. Auf Basis der im Sofortprogramm genannten Punkte könne ein Tarifvertrag nachhaltiger ansetzen, so die Begründung des AVG-Vorstandsmitglieds.

In einem ersten Schritt müssten Kostenträger (Kranken-, Pflegekassen und Sozialhilfeträger) ihre Bereitschaft zeigen, Lohnerhöhungen auch in die Vergütungen einzuberechnen. Für die ambulante Pflege sei eine solche Bereitschaft kaum zu erkennen.

Ergänzend seien unnötige Vertrags- und mehrfache Vergütungsregelungen der einzelnen Kassen abzubauen, z.B. in der häuslichen Krankenpflege sowie im Verordnungssystem. Eine jährliche Mindesterhöhung der Vergütungen in der ambulanten Pflege um die Grundlohnsumme müsse automatisch erfolgen.

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