Die mehr als 1.000 Pflegeheime in Hamburg sollen künftig stärker kontrolliert werden. Dazu hat Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) mehr Personal und eine neue Struktur der staatlichen Aufsicht in Aussicht gestellt. Mit einer Gesetzesnovelle sollen die Wohn-Pflege-Aufsicht um elf Stellen gestärkt und die Zusammenarbeit mit dem medizinischen Dienst der Krankenkassen verbessert werden. Außerdem sollen Prüfergebnisse sowie Angehörigenbefragungen öffentlich gemacht werden, um Betroffenen die Auswahl der Einrichtung zu erleichtern.
Die Aufsicht über Heime soll weiterhin bei den Bezirken verblieben, ambulante Dienste sollen künftig zentral von Altona aus beaufsichtigt werden. Hamburg ist das einzige Land, das auch ambulante Pflegedienste kontrolliert.
Grund für die Änderungen sei, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der zu überwachenden Einrichtungen, der Beschwerden und der damit verbundenen Anlassprüfungen deutlich gestiegen seien.