Das Finanzpolster der gesetzlichen Pflegeversicherung hat erstmals seit 2007 wieder abgenommen. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Mittwoch berichteten. Demnach betrug die Rücklage zum Jahresende 2017 noch 6,92 Milliarden Euro, 2,44 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor.
Die Kassen bewerten die Lage unverändert positiv und sehen bislang keinen Grund für eine Anhebung des Beitragssatzes. "Aufgrund der vorhandenen Rücklagen ist die Pflegeversicherung trotz der steigenden Ausgaben derzeit in einer guten finanziellen Verfassung. Es spricht für die Stärke unseres Solidarsystems, dass der Beitragssatz auch angesichts der deutlichen Ausweitung der Leistungen in den kommenden Jahren stabil bleiben kann", sagte der Vorstandschef des GKV-Spitzenverbands, Gernot Kiefer, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk.